Suchtkrankheiten

Herzstiftung stützt Volksentscheid zum Nichtrauchen

MÜNCHEN (eb). Die Deutsche Herzstiftung (DHS) appelliert in großflächigen Plakaten an die Menschen in Bayern, am 4. Juli beim Volksentscheid für einen umfassenden Nichtraucherschutz in der Gastronomie zu stimmen.

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Mit diesem Plakat wirbt die Stiftung in Bayern für Nichtraucherschutz.

Mit diesem Plakat wirbt die Stiftung in Bayern für Nichtraucherschutz.

© DHS

"In Deutschland führt Passivrauchen jedes Jahr zu mehr als 3 000 Todesopfern", sagt Professor Helmut Gohlke vom Vorstand der DHS. Nur konsequenter Nichtraucherschutz ohne Schlupflöcher habe einen gesundheitlichen Nutzen für die Bevölkerung. Ein Verbot müsse daher in Gaststätten, Bars, Kneipen, Cafés, Diskotheken und Festzelten gelten: "Lockerung des Schutzes in Bayern hätte fatale Folgen für viele Menschen, besonders für Kinder, die ihre Eltern in eine Gaststätte begleiten, aber auch für die Gesundheit von Tausenden Beschäftigten in der Gastronomie", warnt der Präventionsmediziner.

Aus diesem Grund unterstützt die DHS als größte Patientenorganisation Deutschlands auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen den Volksentscheid zum Nichtraucherschutz in Bayern. Mit Großplakaten an 400 Standorten in 16 Städten appelliert die Stiftung an die Bevölkerung, sich für konsequenten Schutz in der Gastronomie zu entscheiden. Wissenschaftliche Daten zahlreicher Untersuchungen sprechen für eine strikte Durchsetzung des Nichtraucherschutzes.

"Wir bedauern sehr, dass es in Bayern - wissenschaftlichen Fakten und dem Wunsch vieler Menschen zum Trotz - zur Aufweichung des Nichtraucherschutzes durch die Landtagsmehrheit überhaupt kommen konnte", sagt Gohlke. Nach aktuellen Befragungen des DKFZ wünschen sich 74 Prozent der Deutschen rauchfreie Gaststätten. "Wir hoffen, dass nun die Bevölkerung mit ihrer Stimme ein deutliches Zeichen für konsequenten Gesundheitsschutz in Bayern setzt."

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