Naturheilverfahren

Hevert verstärkt Service für Ärzte und Apotheker

NUSSBAUM (cw). "50 Jahre Kompetenz in der Naturheilkunde" lautete das Motto, unter dem der Arzneimittelhersteller Hevert jetzt Jubiläum gefeiert hat. Künftig will das Unternehmen seine Produkte auch im europäischen Ausland vermarkten.

Veröffentlicht: 19.09.2006, 08:00 Uhr

Hevert, ein in Nussbaum (Rheinland-Pfalz) angesiedeltes Familienunternehmen, wurde 1956 von dem Pharmazeuten Emil Hevert und seiner Frau Dorothea unter dem Namen Hesopharm Pharmazeutische Erzeugnisse gegründet. In den 70er Jahren, inzwischen geleitet vom ältesten Sohn des Firmengründers, Wolfgang, konnte Hevert stark expandieren.

Außer homöopathischen Komplex- und Einzelmitteln, Phytopharmaka und Arzneitees wurden nun auch selbstentwickelte homöopathische Injektionspräparate angeboten. Wichtigste Zielgruppe waren damals naturheilkundlich orientierte Ärzte sowie Heilpraktiker.

Erst in der zweiten Hälfte der 80er begann man damit, Produkte für den wachsenden OTC-Markt anzubieten. Zielgruppen für Hevert sind seither auch Apotheker und - mit dem weitgehenden Ausschluß nicht-rezeptpflichtiger Präparate aus der GKV-Erstattung mehr denn je - Patienten. Dabei setzt Hevert hauptsächlich auf Direktmarketing. Lediglich drei Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen im Außendienst.

Seit 2003 wird das Unternehmen in dritter Generation von Mathias Hevert geleitet. 110 Mitarbeiter sind an den Standorten Nussbaum und dem benachbarten Bad Sobernheim beschäftigt. Das Produktportfolio umfaßt 200 apothekenpflichtige Arzneimittel.

Zu den bekanntesten zählen etwa Sinusitis Hevert® (homöopathisches Komplexmittel), Bomacorin (Weißdorn) und das homöopathische Komplexmittel Zincum valerianicum Hevert®, das zur Behandlung von Patienten mit nervösen Störungen gedacht ist. Über 80 Prozent seiner Produkte fertigt Hevert auf eigenen Anlagen. Das Unternehmen zählt sich selbst zu den führenden Anbietern naturheilkundlicher Arzneimittel in Deutschland.

Beim Jubiläum in Nussbaum kündigte Mathias Hevert an, künftig stärker exportierten zu wollen. Derzeit bereite man eine Auswahl der dafür chancenreichsten Produkte vor. In spätestens fünf Jahren, so die Planung, wolle man dann mit fünf Produkten in verschiedenen Auslandsmärkten erfolgreich sein. Als die zunächst interessantesten Absatzgebiete nannte Hevert die Schweiz, Österreich, Ungarn, Rußland und Polen.

Außerdem kündigte Mathias Hevert eine Neuausrichtung des Marketings an. Man sei dabei, das Serviceangebot für Apotheken und Ärzte - Fortbildungen, Werbe- und Infomaterial - aufzustocken und die Marke Hevert bei Endverbrauchern bekannter zu machen.

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