Pilot-Studie

Hochdosiertes Albumin als Option bei dekompensierter Leberzirrhose?

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FRANKFURT/MAIN. Die langfristige Gabe von hochdosiertem Albumin stabilisiert die Herz-Kreislauffunktion von Patienten mit dekompensierter Leberzirrhose und schützt sie vor Sepsis. Das hat eine Pilot-Studie ergeben, von der die Uni Frankfurt am Main berichtet.

Patienten mit dekompensierter Zirrhose wurden bekanntlich auch schon früher mit Albumin behandelt, jedoch nur für einen kurzen Zeitraum. In der Pilot-PRECIOSA-Studie, an der 22 Europäische Partner beteiligt waren, wurden nun zwei Gruppen von Patienten über drei Monate mit dem Plasmaprotein behandelt (Gastroenterol 2019; online 22. März). Die eine Gruppe erhielt eine niedrige Dosis (1 g/kg Körpergewicht alle zwei Wochen), die andere eine hohe (1,5 g/kg jede Woche). Die Daten von 18 Patienten wurden ausgewertet. Es zeigte sich, dass sich bei Patienten, die mit der höheren Dosis therapiert worden waren, die Herzfunktion verbesserte und die Konzentration der Entzündungsmarker im Blut zurückging, heißt es in der Mitteilung der Universität.

In der Folgestudie PRECIOSA soll die Therapie an einem größeren Patientenkollektiv erprobt werden. „Für unsere Arbeit in dem kürzlich gegründeten Micro-Predict Consortium, in dem wir die Bedeutung des Darmmikrobioms bei Lebererkrankungen untersuchen, ist dieses Ergebnis enorm wichtig: Wir werden jetzt wir nach Mikrobiom-Markern suchen, die das Ansprechen auf Albumin anzeigen, so dass wir die Therapie künftig gezielt steuern können.“, wird Professor Jonel Trebicka, einer der Studienautoren, zitiert. (grz)

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