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KOMMENTAR

Hoffnungsvoller Anfang

Peter LeinerVon Peter Leiner Veröffentlicht:

Es wurde Zeit: Europäische Rheumatologen haben sich endlich zu einer Leitlinie zur Behandlung von Patienten mit Gicht durchgerungen. Immerhin fünf Prozent aller Männer in Deutschland und 0,5 Prozent aller Frauen haben erhöhte Harnsäurespiegel im Blut.

Und fast zwei Prozent aller 65jährigen Männer haben bereits mindestens einen Gichtanfall erlitten. Weil chronische Gicht zu Gelenkzerstörungen und zu Arthrose führen kann, ist eine einheitliche frühzeitige Therapie um so wichtiger.

Schade ist nur, daß es auf der Rheumatologen-Tagung in Wien nicht möglich war, sich darauf zu einigen, ob eine Allopurinol-Dauerbehandlung bereits nach dem ersten Gichtanfall gerechtfertig ist oder nicht, und eine entsprechende Empfehlung auszusprechen.

Zumindest bei schwerer Gicht mit wiederholten Anfällen läßt sich der Serumgehalt an Harnsäure im anfallsfreien Intervall medikamentös ja gut senken, eben mit Allopurinol hier als Mittel der ersten Wahl.

Die erste EU-Leitlinie muß Anreiz dafür sein, daß mehr Studien zur Gicht gemacht werden. Mit der Leitlinie ist zumindest ein Anfang gemacht, das Interesse für Gicht und seine Folgeerkrankungen zu wecken.

Lesen Sie dazu auch: EU-Rheumaliga präsentiert erste Leitlinie zu Gicht

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