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Hoher Blutzucker nach Op erhöht Herzinfarktrate

NEU-ISENBURG (ikr). Bei Patienten, die am Herzen operiert werden, ist eine gute Blutzuckereinstellung besonders wichtig. Denn: Bei schlechter Blutzucker-Kontrolle sind Komplikations- und Sterberate während des Klinikaufenthaltes nach aktuellen Studiendaten deutlich erhöht.

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Bei Patienten mit schlechter Blutzuckerkontrolle waren schwere Herzinsuffizienz, Bluthochdruck, und Nierendysfunktion häufiger als bei gut eingestellten Patienten (Circulation 118, 2008, 113).

Und die Blutzuckerwerte korrelierten mit der Krankenhaussterberate: Im Vergleich zu guten Werten war sie bei schlechten Blutzuckerwerten um den Faktor 3,9 erhöht und bei mittelmäßigen Werten um den Faktor 1,7. Außerdem waren bei schlecht eingestellten Patienten Komplikationen häufiger: Das Risiko für Myokardinfarkte etwa war bei schlecht eingestelltem Blutzucker um den Faktor 2,7 höher als bei guten Werten.

Das hat die Analyse der Krankendaten von 8727 Patienten ergeben. In der ersten 60 Stunden nach der Op wurde der Blutzucker kontrolliert. Als gut galten Werte von über 200 mg/dL, als mittelmäßig Werte zwischen 200 und 250 mg/dl und als schlecht Werte über 250 mg/dl. Danach war die Blutzuckerkontrolle bei 85 Prozent der Patienten gut, bei 10 Prozent mittelmäßig und bei etwa vier Prozent der Patienten schlecht.

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