Geschlechtsidentität

Homosexuelle Eltern? Das lässt Kinder kalt

Verhalten sich Kinder homosexueller Eltern anders als Kinder von Heterosexuellen? Das haben US-Forscher untersucht und kommen zu einem eindeutigen Ergebnis.

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Ticken Kinder von gleichgeschlechtlichen Eltern anders? Eine Studie kommt zu dem Ergebnis: Nein.

Ticken Kinder von gleichgeschlechtlichen Eltern anders? Eine Studie kommt zu dem Ergebnis: Nein.

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LEXINGTON. Die sexuelle Orientierung ihrer Eltern hat keinen Einfluss auf die Entwicklung der Geschlechtsidentität der Kinder. Das hat eine US-amerikanische Studie ergeben, die das Verhalten von Kindern hetero- und homosexueller Eltern untersucht hat (Sex Roles 2017, online 15. August)

Für die Studie hat das Team um Professor Rachel Farr von der University of Kentucky geschlechtsspezifisches Verhalten an Adoptivkindern von 106 Familien mit schwulen, lesbischen und heterosexuellen Eltern untersucht.

53 Prozent der Kinder wurden von gleichgeschlechtlichen Eltern aufgezogen (27 Prozent von schwulen, 26 von lesbischen Eltern) und 47 Prozent von heterosexuellen Eltern. Die Geschlechter der Kinder waren exakt hälftig.

Konformes und non-konformes Verhalten

Die erste Untersuchung fand im Vorschulalter statt, die zweite fünf Jahre später im Schulalter. Zur Feststellung von geschlechtskonformem Verhalten wurde unter anderem das Spielverhalten der Kinder über einen Fünf-Minuten-Zeitraum ausgewertet.

Als Verhaltensweisen, die typischerweise mit einem bestimmten Geschlecht assoziiert sind, galten beispielsweise das Spielen mit waffenähnlichen Spielzeugen oder die Beschäftigung mit Baby-Puppen.

Im Ergebnis gab es kaum einen Einfluss der sexuellen Orientierung der Eltern auf das Spielverhalten der Kinder. Kinder von Homosexuellen spielten durchschnittlich 128 Sekunden geschlechtskonform, Kinder Heterosexueller 113 Sekunden.

Nonkonformes Verhalten gab es bei Kindern gleichgeschlechtlicher Eltern 40 Sekunde lang, bei Kindern Heterosexueller 62 Sekunden. "Es scheint, als sei eine Familie mit einem männlichen und einem weiblichen Elternteil weder nötig, um typische Geschlechtsidentitätsentwicklung bei Kindern zu ermöglichen, noch behindert sie Geschlechtsnonkonformität", folgert denn auch Farr. (mmr)

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Schwule und Lesben: Adoption ohne Ideologie

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