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Hypertonie plus Diabetes - da wird es schwierig

LÜBECK (kat). Hypertonie-Therapie bei Diabetikern lässt zu wünschen übrig. Das bestätigt erneut eine von Professor Heinrich Holzgreve aus München vorgestellte Erhebung, das T2Day-Screening 2008 an einem typischen Kollektiv aus 16 447 älteren Typ-2-Diabetikern aus 634 deutschen HausarztPraxen.

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Die Teilnehmer der Erhebung waren im Durchschnitt 65 Jahre alt und seit 8,1 Jahren an einem Diabetes mellitus Typ 2 erkrankt. Im Schnitt hatten sie 2,6 zusätzliche Risikofaktoren, davon gut drei Viertel eine Hypertonie. Als Begleit- oder Folgeerkrankungen war die KHK mit 19 Prozent am häufigsten, gefolgt von einer Mikroalbuminurie bei 15, einer Neuropathie bei 11, pAVK bei 7,9 und einem Schlaganfall/TIA oder einer Retinopathie bei je 7,1 Prozent. Trotz der häufig bestehenden zusätzlichen kardiovaskulären Risikofaktoren und Begleit- und Folgeerkrankungen erreichte nur jeder sechste den in Leitlinien empfohlenen Zielblutdruck von unter 130/80 mmHg. Auch um HbA1c und Lipide war es nicht zum Besten bestellt.

Zwei von dreien erreichten einen HbA1c von über 7,0, einer von dreien einen HbA1c von über 6,5 Prozent. Knapp die Hälfte wies ein LDL-Cholesterin von unter 100 mg/dl, 12,5 Prozent einen Wert von unter 70 mg/dl auf. 38 Prozent der Ärzte wollten die antihypertensive Therapie intensivieren, 54 Prozent die antidiabetische.

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