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Ex-Basketball-Star Magic Johnson

"Ich habe nie gedacht, dass ich sterben werde"

Vor einem Vierteljahrhundert schockte die Nachricht über die HIV-Infektion von Basketball-Superstar Earvin "Magic" Johnson die Sportwelt. Heute widmet er sich der Aufklärung.

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'Ich habe nie gedacht, dass ich sterben werde'

© KEVORK DJANSEZIAN / ASSOCIATED PRESS / picture alliance

LOS ANGELES. Vor 25 Jahren erzählte Basketball-Superstar Earvin "Magic" Johnson seiner Ehefrau Cookie von seiner erschütternden HIV-Diagnose – und erinnert sich auch heute noch mit Schrecken daran. "Ich denke, dass ich jetzt wahrscheinlich tot wäre, falls sie mich verlassen hätte", sagt der inzwischen 57-Jährige dem "People"-Magazin. "Sie dachte, es wäre mein Todesurteil, weil wir es nicht besser wussten."

Am 7. November 1991 wandte sich Johnson an die amerikanische Öffentlichkeit und gab seine HIV-Infektion und zunächst auch sein Karriereende bekannt. Er kehrte zurück, gewann mit seinen US-Kollegen Olympia-Gold, beließ es aber aus Rücksicht auf die Sorgen seiner Kontrahenten schweren Herzens bei zwei Kurz-Comebacks. "Die Spieler waren so verängstigt, dass sie sich mit HIV infizieren, wenn sie nur gegen mich spielen", berichtete Johnson vor einigen Jahren.

Die wohl größte Lebensleistung schaffte der 2,06 Meter große Spieler nach seinem Karriereende, indem er seine ganze Kraft der AIDS-Aufklärung widmete und das Tabuthema in die breite Öffentlichkeit brachte. "Er hat die Wahrnehmung von HIV in den USA vollständig verändert", sagt Phill Wilson, Chef des Black AIDS Institute, über den Sportler.

Mithilfe seiner Persönlichkeit räumte Johnson auch mit dem damals größten Vorurteil auf. "Die vorherrschende Warnung war, dass HIV eine Krankheit von weißen Homosexuellen war", erinnert Wilson. "Selbst als Tennis-Ikone Arthur Ashe neben anderen prominenten schwarzen Amerikanern starb, war die Aufmerksamkeit in schwarzen Gemeinden nicht konstant bis zu Magics Offenbarung.

"Ein Rückzug ins Private und der alleinige Kampf mit der Krankheit kam für den heutigen Geschäftsmann aber schon damals nicht infrage. "Ich habe nie gedacht, dass ich sterben werde, dafür bin ich nicht der Typ. Ich bin mein ganzes Leben ein Wettkämpfer gewesen", beschreibt Johnson seinen Umgang mit der Immunschwäche.

Eine Kombination zahlreicher Medikamente verhindert den Ausbruch der Krankheit.Zunächst sucht er als Motivationssprecher und TV-Kommentator das Rampenlicht, heute besitzt er ein geschätztes Vermögen von 500 Millionen US-Dollar und ist auf zahlreichen Geschäftsfeldern aktiv.

 Johnson ist unter anderem Mitbesitzer des Baseball-Clubs Los Angeles Dodgers und steht auf der illustren Gästeliste beim Geburtstag von Barack Obama."Ein Teil, der Magic so speziell macht, war nicht nur, wie er auf dem Feld spielte, sondern auch sein ansteckender Enthusiasmus für das Leben und was er mit seinen Geschäften für die schwarze Community erreicht hat", schwärmt der US-Präsident von Johnson. "Es ist seit einer langen Zeit ein herausragender Führer in unserem Land." (dpa)

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