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Im Test: Therapie gegen Brustkrebs vor der Menopause

HEIDELBERG (bd). Eine adjuvante Hormontherapie mit einem Aromatasehemmer schützt Brustkrebs- Patientinnen in der Postmenopause besser vor Rezidiven als Tamoxifen. Gilt das auch für Frauen in der Prämenopause mit einem Mamma-Karzinom? Das wird jetzt in drei klinischen Studien geprüft.

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An der SOFT-Studie (Suppression of Ovarial Function Trial) nehmen 3000 Hormonrezeptor-positive Patientinnen in der Prämenopause teil. Dazu gehören auch Frauen, die nach der Chemotherapie noch eine Ovarialfunktion haben. Eine Gruppe erhält nur Tamoxifen, eine zweite Gruppe Tamoxifen und eine ovarielle Suppression mit einem GnRH-Analogon und eine dritte Gruppe den Aromatasehemmer Exemestan (Aromasin®) parallel zu einer ovariellen Suppression. Die Behandlung dauert jeweils mehr als fünf Jahre.

An einer weiteren Studie mit dem Akronym TEXT (Tamoxifen and Exemestan Trial) sind 1800 Frauen mit Brustkrebs beteiligt. Sie erhalten fünf Jahre lang entweder sofort nach Op eine Hormontherapie mit Tamoxifen und einem GnRH-Analogon oder statt des Antiöstrogens Exemestan. In der PERCHE (Premenopausal Endocrine-Responsive Chemotherapy Trial)-Studie werden zusätzlich die Effekte einer Chemotherapie geprüft.

Bei der Hormontherapie von Brustkrebs-Patientinnen in der Prämenopause hätten vorläufig die Ausschaltung der Ovarien und das Antiöstrogen Tamoxifen den höchsten Stellenwert. Das sagte Privatdozent Gerhard Gebauer aus Heidelberg dort bei einer Veranstaltung, die vom Unternehmen Pfizer unterstützt wurde.

Bei Hormonrezeptor-positiven Patientinnen unter 40 Jahren, deren Lymphknoten bereits von Tumorzellen befallen sind, wirkten sich GnRH-Analoga am günstigsten auf Rezidivrate und Gesamtüberleben aus. Bei den über 40 Jahre alten Patientinnen gelte das für Tamoxifen. Das folgert Gebauer aus den Zehn-Jahres-Ergebnissen der ECOG/SWOG-Studie.

Die AGO-Leitlinien empfehlen nach den derzeitigen Daten für Patientinnen in der Prämenopause und jünger als 40 Jahre als endokrine Therapie ein GnRH-Analogon in Kombination mit Tamoxifen. Für Frauen in der Prämenopause, aber älter als 40 Jahre wird nur Tamoxifen empfohlen. Gebauer plädierte jedoch dafür, daß auch Frauen über 40 Jahre zusätzlich eine ovarielle Suppression erhalten sollten, wenn ihr Hormonstatus trotz Chemotherapie dem der Prämenopause entspricht.

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