Direkt zum Inhaltsbereich

Immer mehr Frauen überleben Brustkrebs

HAMBURG (ugr). Die Prognose für Frauen mit Brustkrebs hat sich in den vergangenen 30 Jahren deutlich verbessert: Heute überleben 25 bis 50 Prozent mehr Frauen eine Brustkrebserkrankung als noch vor 15 Jahren.

Veröffentlicht:
Das bundesweit eingeführte Mammografie-Screening ist ein Meilenstein in der Brustkrebs-Versorgung.

Das bundesweit eingeführte Mammografie-Screening ist ein Meilenstein in der Brustkrebs-Versorgung.

© Kooperationsgem. Mammografie

Vor 30 Jahren wurde die Deutsche Gesellschaft für Senologie in Hamburg gegründet - jetzt findetstatt

Strukturelle Meilensteine der vergangenen 30 Jahre seien die Implementierung des Mammografie-Screenings, die Einrichtung zertifizierter Brustzentren, die Dokumentation der Ergebnisqualität, Entwicklung und Aufbau regionaler Krebsregister sowie die Einbeziehung der Patientinnen in die Therapieentscheidung gewesen. Dies habe enorme Auswirkungen auf die Therapie gehabt. "Seitdem ist sowohl die Dauer der Therapie als auch die Belastung der Patientinnen deutlich gesunken", erklärte Schreer und verwies auf geringere Op-Traumata und kürzere Primärbehandlungszeiten.

"Heute überleben 25 bis 50 Prozent mehr Frauen eine Brustkrebserkrankung als noch vor 15 Jahren", sagte Professor Walter Jonat, 2. Vorsitzender der Senologie-Gesellschaft. Tumoren werden früher entdeckt, sind kleiner und Betroffene können mit weniger operativem Aufwand behandelt werden, und zielgerichtete Pharmakotherapien erlauben individualisierte Therapien mit großen Erfolgschancen. Brusterhaltende Therapien würden in mehr als 80 Prozent aller Fälle angestrebt, so Jonat.

Brigitte Overbeck-Schulte, Bundesvorsitzende der Frauenselbsthilfe nach Krebs, beklagte hingegen, dass trotz aller Fortschritte Mängel offensichtlich seien: Patientinnen würden nicht umfassend über Therapieoptionen informiert, aktuelle Erkenntnisse nicht flächendeckend umgesetzt; die psychosoziale Betreuung sei nicht ausreichend und der Übergang von der stationären in die ambulante Versorgung mangelhaft.

Lesen Sie dazu auch: Spezialisten setzen auf zielgerichtete Therapien bei Brustkrebs

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Frühe Tumorstadien

Brustkrebs-Rezidivrisiko: KI kann Multi-Gentest ersetzen oder ergänzen

Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Opioid-induzierte Obstipation

Paradigmenwechsel in der Behandlung: Vom Stuhl zum Nervensystem

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Grünenthal GmbH, Aachen
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Porträt: xxx

© Porträt: Alexander Sahi

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Testosteronmangel: Worauf es in der Hausarztpraxis ankommt

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Besins Healthcare Germany GmbH, Berlin
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Zähneknirschen

Wann Hausärzte an Bruxismus denken sollten – und was dann zu tun ist

Lesetipps
Arzt füllt Rezept aus

© Bernhard Schmerl / stock.adobe.com

Verordnungen

Praxisbesonderheiten werden erst bei neuen Vereinbarungen abgeschafft

Blutgefäß mit Thrombose.

© Tinttrex / stock.adobe.com / Generated with AI

Therapie je nach Risiko

Akute Lungenembolie: Was die optimale Therapie ausmacht