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Biotechnologie

Immunzellen aus dem Bioreaktor

In Bioreaktoren haben Forscher reife Immunzellen hergestellt und hoffen, diese Zellen damit im industriellen Maßstab produzieren zu können.

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HANNOVER. Ein Team um Dr. Mania Ackermann von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) hat eine Technik entwickelt, um Immunzellen künstlich zu synthetisieren: In Bioreaktoren können mit der neuen Methode kontinuierlich unterschiedliche, reife Immunzellen nach Bedarf hergestellt und im wöchentlichen Rhythmus über mehrere Monate geerntet werden (Nat Comm 2018; 9: 5088).

„Unsere Technologie ist so effizient, dass wir die jetzigen Erkenntnisse in nur wenigen Schritten auf größere, noch effizientere Bioreaktoren übertragen können, um so Blutzellen im industriellen und qualitätskontrollierten Maßstab herzustellen“, wird Studienautor Privatdozent Dr. Nico Lachmann von der MHH in einer Mitteilung der Hochschule zitiert. Zur Herstellung der Zellen verwenden die Forscher humane induzierte pluripotente Stammzellen, die ja in nahezu jede Zellart differenziert werden können.

Mit der neuen Technologie hat das Team um Ackermann zunächst Makrophagen hergestellt und diese im Mausmodell eingesetzt: Eine durch Pseudomonas-Bakterien ausgelöste akute Pneumonie verlief sehr viel milder, wenn den Tieren zusätzliche Makrophagen verabreicht wurden.

Pseudomonas-Bakterien stellen ja für Mukoviszidose-Patienten ein großes Problem dar, erinnert die MHH. Auch für Intensiv-Patienten sind multiresistente Pseudomonas eine Gefahr. Eine Makrophagen-Therapie könnte als Antibiotika-unabhängige Behandlung für diese Risikopatienten etabliert werden, so die Hoffnung der Forscher. (eb)

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