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Impfkosten - alle sind im Boot

Von Helmut LaschetHelmut Laschet Veröffentlicht:

Vorkehrungen gegen eine mögliche Schweinegrippewelle - vor allem für die Zeit, ab der eine effektive Schutzimpfung zur Verfügung steht - müssen stringent sein. Wohlfeile Appelle und Sonntagsreden sind fehl am Platz, klare Handlungsanweisungen das Gebot.

Darum ist es richtig, dass das Bundesgesundheitsministerium jetzt mit einer Rechtsverordnung die Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenversicherung bei Schutzimpfungen präzisiert. Ein Teil der Krankenkassen wehrt sich dagegen - mit dem Argument, die möglichen Ausgaben von 600 Millionen Euro könnten dazu führen, dass Zusatzbeiträge erhoben werden müssten.

Man muss diese Krankenkassen fragen: Ist es ihnen lieber, im Fall einer wirklichen Grippeepidemie für die zusätzliche, nicht vorhersehbare Morbidität zu bezahlen? Nach den neuen Vergütungsregeln für die Vertragsärzte wären sie dazu verpflichtet.

Die GKV stellt sich auf den Standpunkt, der Impfschutz gegen H1N1 sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, also Staatssache. Korrekt: Darum handelt der Staat und plant, dass gesetzliche und private Krankenversicherung sowie die Beihilfe je nach Versichertenzahl Pauschalen in Länderfonds einzahlen. Alle sind im Boot.

Lesen Sie dazu auch: Streit um Fonds für Impfung gegen H1N1

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