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Impfung ist für Austauschschüler häufig Pflicht

Die Meningokokken-C-Impfung wird Kleinkindern im 2. Lebensjahr empfohlen. Bis zum 18. Lebensjahr sollte sie nachgeholt werden. In vielen Ländern ist der Schutz Voraussetzung zum Schulbesuch.

Von Angelika Berenboim Veröffentlicht:
Von Austauschschülern fordern Länder wie USA, Kanada, Großbritannien, Niederlande und Spanien die Meningokokken-C-Impfung.

Von Austauschschülern fordern Länder wie USA, Kanada, Großbritannien, Niederlande und Spanien die Meningokokken-C-Impfung.

© Foto: Monkey Businesswww.fotolia.de

DÜSSELDORF. In Deutschland fehlt den meisten Schülern und Studenten der Impfschutz gegen Meningokokken C. Damit gehen sie ein vermeidbares Risiko ein. Die Impfung ist zudem häufig Voraussetzung für den Besuch einer Schule oder Hochschule im Ausland.

International gilt der Schutz vor Meningokokken als äußerst wichtig. Viele Länder wie die USA, Kanada, Großbritannien, Niederlande und Spanien fordern den Nachweis der Impfung von ihren Schülern und Studenten. In Deutschland steht die Impfung gegen die Meningokokken C erst seit 2006 im Impfkalender für Kinder im zweiten Lebensjahr und wird erst seitdem von den gesetzlichen Krankenversicherungen bezahlt. Daher ist die heutige Schüler- und Studentengeneration gegen diese Infektion in der Regel nicht geimpft, auch wenn ihre Eltern alle Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt wahrgenommen haben.

Bei der Impfung gegen Meningokokken C handelt es sich um einen Konjugatimpfstoff, der einmal injiziert einen sehr langen, möglicherweise lebenslangen Schutz verleiht. Seit der Einführung des C-Konjugat-Impfstoffes in Großbritannien hat sich die Zahl der Meningokokken-C-Neuerkrankungen innerhalb der Jahre 2000 bis 2002 um 90 Prozent reduziert.

Daneben gibt es einen tetravalenten Polysaccharid-Impfstoff, der einen zeitlich begrenzten Schutz gegen die vier Meningokokken-Typen A, C, W135 und Y aufbaut. Die Impfung wird bei Bedarf in der Reisemedizin eingesetzt und muss alle drei Jahre erneuert werden. Ein Impfstoff gegen den verbreiteten Meningokokken-Typ B ist momentan in der Erprobung.

Alle zur Verfügung stehenden Impfstoffe sind gut verträglich. Es können gelegentlich als Nebenwirkungen leichte Schmerzen und Schwellungen an der Einstichstelle auftreten. Bei einigen Geimpften kommt es manchmal zu erhöhter Temperatur und einem leichten Krankheitsgefühl. "Wir empfehlen allen Jugendlichen diese Impfung", sagte Privatdozent Tomas Jelinek, medizinischer Leiter des Berliner Centrums für Reise- und Tropenmedizin auf einer Veranstaltung des CRM Centrum für Reisemedizin in Düsseldorf. Bei Kindern und Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr ist der Schutz als Nachholimpfung GKV-Leistung.

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