Inhalation für Lungenkranke weiter vereinfacht

NÜRNBERG (sko). Ein neues Pulver-Inhalationssystem erleichtert die Therapie mit inhalativem Budesonid für Patienten mit Asthma und COPD. Die einfache Anwendung soll die Compliance verbessern, und dies dürfte sich auch günstig auf den Therapieerfolg auswirken.

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Das neue Inhalationssystem ist ab April zunächst mit dem Budesonid-Präparat Pulmax® erhältlich. Kernstück des Inhalators, den Professor Xian-Ming Zeng von der Universität Kent beim Pneumologen-Kongreß in Nürnberg vorgestellt hat, ist die X-ACT® Technik. Die Abkürzung steht für Active-Metering-Cyclone-Seperator-Technology.

Diese Technik soll gewährleisten, daß auch bei niedrigen Atemflüssen eine große Zahl an kleinen Wirkstoffpartikeln entsteht, die dann tief bis in die Peripherie des Lungengewebes vordringen. Dabei funktioniert die Bedienung nach dem einfachen Prinzip: Öffnen, inhalieren, schließen.

Durch Öffnen der Mundstückklappe wird eine exakte Wirkstoffmenge mit Preßluft in einen Dosierbehälter befördert. Während der dann folgenden Inhalation wird der Wirkstoff im Zyklonseperator verwirbelt, bis die für die Inhalation optimale Partikelgröße erreicht ist.

Diese Technik gewährleistet, daß die Patienten unabhängig von Körperhaltung und Position des Inhalationssystems immer die gleiche Wirkstoffdosis erhalten. Dies belegen auch Messungen, nach denen die Dosis des abgegebenen Wirkstoffs bei 100 Applikationen konstant war, wie Zeng bei einer Veranstaltung von IVAX berichtet hat.

Daß noch Bedarf an einfach zu bedienenden Inhalatoren besteht, legte Professor Wolfgang Petro aus Bad Reichenhall dar: "Diverse Studien haben in den letzten Jahren gezeigt, daß nur 30 bis 50 Prozent der Patienten ihre inhalativen Applikationen korrekt benutzen. Dies hat Auswirkungen auf die Compliance. Und die Wirksamkeit eines Medikamentes bringe ich nur zur Geltung, wenn ich eine gute Compliance habe."

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