KHK-Verdacht - da lohnt Test auf Homocystein

Veröffentlicht:

Homocystein ist mittlerweile als Risikofaktor bei Herz-Kreislauferkrankungen etabliert. Nach Empfehlungen gilt eine Homocystein-Konzentration ab 12 µmol/l als zelltoxisch. Davon sind fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung und bis zu 40 Prozent der Patienten mit Gefäßerkrankungen betroffen. Besonders bei Patienten mit hohem kardio-vaskulärem Risiko und bei manifesten Gefäßerkrankungen sollte der Homocystein-Spiegel bestimmt werden.

EBM-Abrechnung: Eine GKV-Leistung nach EBM ist die Homocystein-Messung nur bei manifesten Gefäßerkrankungen und bei Verdacht auf KHK. Dann wird die EBM-Ziffer 32 318 (13 Euro) angesetzt. Als GKV-Vorsorgeleistung ist die Messung nicht anerkannt. Sie kann als IGeL angeboten werden.

GOÄ-Abrechnung: Berechnet werden die Ziffern 3737 oder 4146 (38,20 Euro) zum 1,15-fachen Satz. Alternativ können die Ziffern 4044 (23,46 Euro) oder 4062 (32,18 Euro) angesetzt werden. Dazu kommt die Beratungsgebühr für den Arzt nach den GOÄ-Ziffern 1 und 250 zum 2,3-fachen Satz (14,92 Euro) bzw. nach Ziffer 3 (20,11 Euro) je Beratung sowie unter Umständen die Transportgebühr von 4,50 Euro nach Paragraf 10 der GOÄ.

Schlagworte:
Mehr zum Thema

378 Badetote im vergangenen Jahr in Deutschland

DLRG rettet im Vorjahr 870 Menschen aus dem Wasser

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Alexander Baasner und Dr. Stefan Spieren (v.l.) haben die Idee der Digitalen Hausärztlichen Versorgungsassistenten (DIHVA) entwickelt.

© Digitales Facharzt- & Gesundheitszentrum

Neues Berufsbild

Bürger als Assistenten: Hausarzt entwickelt Idee der DIHVA

Das Team um Dr. Nicolas R. Barthélemy geht davon aus, dass mit dem Bluttest über die LC-MS-Methode in einem größeren Maßstab mehr Menschen auf eine Alzheimer-Pathologie untersucht werden können, als dies mit Lumbalpunktion und Liquortests bisher möglich ist. Damit ließe sich wesentlich einfacher ermitteln, ob jemand für die neuen Alzheimertherapeutika infrage komme.

© angellodeco / stock.adobe.com

Nachweis von pTau-217

Alzheimer-Diagnostik: Neuer Bluttest offenbar so gut wie Liquortests