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(Halb-)Gott in Weiß?

Kaiserschnitte beeinflussen die Evolution

Provokante Aussage von Forschern: Kaiserschnitte geben ungünstige Gene weiter. Verdammen wollen die Wissenschaftler den Sectio caesarea aber nicht.

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Immer mehr Kinder werden per Kaiserschnitt geboren.

Immer mehr Kinder werden per Kaiserschnitt geboren.

© Ramona Heim / Fotolia

NEU-ISENBURG. Immer mehr Kinder können nicht auf natürlichen Weg geboren werden, so eine Studie laut BBC. Der Grund: Die werdenden Mütter haben ein zu schmales Becken. Die Babys passen schlicht nicht durch den Geburtskanal.

War dies in den 1960-iger Jahren bei drei Prozent der Geburten der Fall, seien es heute zwischen zehn und zwanzig Prozent mehr.

Biologe Dr. Michael Mitteröcker von der Universität Wien sieht deshalb einen Zusammenhang zwischen Kaiserschnitten und Evolution: Früher wären Frauen mit zu schmalem Becken und ihre Kinder bei der Geburt gestorben. So hätten sie die Gene für einen zu engen Geburtskanal nicht weitergeben. "Das ist, evolutionär gesehen, Auswahl", sagt Mitteröcker.

Babys werden immer größer

Die Möglichkeit, solche Kinder per Kaiserschnitt auf die Welt zu bringen, beeinflusse die Evolution deshalb: Der Trend gehe zu größeren Neugeborenen, ohne dass das Becken der Mütter größer werden würde.

Mitteröcker glaubt, dass sich der Evolutions-Trend fortsetzt, allerdings nur sehr langsam und die Mehrzahl der Babys weiterhin natürlich zur Welt kommen kann. (ajo)

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