Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar

Kaum Anreize für ein gesundes Leben

Von Thomas Müller Veröffentlicht:

Gesund zu leben lohnt sich - fürs Herz, fürs Gehirn, nicht aber für den Geldbeutel. Solange die Folgen eines ungesunden Lebensstils komplett von einer Solidargemeinschaft finanziert werden, wird sich daran auch kaum etwas ändern, da können noch so viele Studien belegen, wie gesund doch ein gesunder Lebenswandel ist. Überraschend an solchen Studien ist vor allem eines: Sie haben keine politischen Konsequenzen.

Dass die größten Kosten im Gesundheitssystem durch Krankheiten entstehen, die vermeidbar sind, bezweifelt kaum noch jemand. Es wäre daher Zeit, den Menschen mehr Verantwortung zu übertragen. Das gelänge am besten über ein vernünftiges Bonus-System. Dafür müsste man nur einmal jährlich die wichtigsten Risikofaktoren ärztlich überprüfen: schnell auf die Waage (BMI), auf das Ergometer (Fitness) und eine kleine Blutspende (Leberwerte, Nikotinabbauprodukte). Wer dabei günstig abschneidet, kann sich bis zur Hälfte oder ein Drittel der üblichen Kassenbeiträge sparen, die dann natürlich neu berechnet werden müssen. Das würde vermutlich mehr Anreize für einen gesunden Lebenswandel setzen als die paar Euro, die manche gesetzliche Kasse zurückzahlt, wenn jemand regelmäßig an Präventionsmaßnahmen teilnimmt.

Lesen Sie dazu auch: Das Herz freut sich über jeden gesund gelebten Tag

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Datenbankstudie

Wann DOAK wieder ansetzen nach Darmspiegelung?

Kombi schlägt Monotherapie

Diese Blutdrucksenker werden am besten vertragen

Gefäße im Blick

Viszerale Aneurysmen: Diese Risikogruppen kennen!

Das könnte Sie auch interessieren
Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

© Aleksandr | colourbox.de

Fatal verkannt

Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

© polkadot - stock.adobe.com

Vitamin-B12-Mangel

Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
B12-Mangel durch PPI & Metformin

© Pixel-Shot - stock.adobe.com

Achtung Vitamin-Falle

B12-Mangel durch PPI & Metformin

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Was die MS-Behandlung auszeichnet

© Suphansa Subruayying | iStock

Lebensqualität

Was die MS-Behandlung auszeichnet

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

© AscentXmedia | iStock

Lebensqualität

Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Kommentare
Uwe Schneider 03.08.200912:35 Uhr

Selbstbeteiligung bei Selbstverschulden?!?

Der Vorschlag von Herrn Müller ist mir sehr sympathisch. Gezielte Selbstbeteiligung des Patienten bei Selbstverschulden ist allemal besser als eine pauschale Zurückdrängung der Solidarität und der Leistungen der GKV.

Ein wenig zögern lässt mich allerdings die Frage, inwieweit BMI oder allgemein der Lebenstil wirklich nur vom freien Willen des Betroffenen abhängen. Gibt es nicht gerade hinsichtlich des Übergewichts auch nicht unerhebliche genetische Einflüsse, deren Bedeutung wir erst so langsam erkennen? Dafür könnte der Patient nichts. Ist das Ernährungsverhalten nicht auch vielfach anerzogen? Können wir Kinder für ihre Eltern in Haftung nehmen?

Das alles sollen keine KO-Kriterien für das vorgeschlagene Selbstbeteiligungsmodell sein (und die Verweigerung von Prämien wäre nichts anderes als eine verdeckte Selbstbeteiligung). Aber man muss doch auch hier Augenmaß bewahren und mit Schuldzuweisungen zurückhaltend sein. Und man darf gerade was das Ernährungsverhalten angeht die Prävention nicht vernachlässigen und muss hier die Schulen stärker ins Boot holen, was ja glücklicherweise zunehmend auch geschieht.

Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Diagnostik bei Harnsteinen: Prozedere bei Hochrisiko-Gruppe

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5, 11]

Hoher Medical Need

Urolithiasis: Metaphylaxe kann hohe Rezidivrate deutlich senken

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Aristo Pharma GmbH, Berlin
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

© Pinit / stock.adobe.com / generiert mit KI

Pädiatrische cholestatische Lebererkrankungen

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Mirum Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Studien CLIMB THAL-111 und -131: Veränderung des Gesamt-Hb-Werts und des HbF-Werts nach Exa-cel-Infusion bei TDT-Patientinnen und -Patienten (Quelle: Locatelli F et al., European Society for Blood and Marrow Transplantation (EBMT) 2026, Madrid, Spanien, Abstract GS2-5)

© Springer Medizin Verlag

Neue Perspektiven bei Hämoglobinopathien

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Vertex Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Kollegin gibt Tipps

So gelingt eine gute Arzt-Patienten-Beziehung

Lesetipps
Ein roter Stift liegt auf einem Blatt mit Zahlen.

© Wolfilser / stock.adobe.com

Änderungen im Überblick

So wirkt sich das GKV-Spargesetz auf Praxen aus

Ärztin untersucht einen Mann an der Schulter

© New Africa / stock.adobe.com

Betäubungsmittel richtig verordnen

Opioide in der Urlaubsvertretung: Wie sich Missbrauch vorbeugen lässt

Ein abgestorbenes Lungengewebe, aus dem zarte Pflänzchen wachsen.

© ❤ Nancyvoz68❤ / stock.adobe.com / Generated with AI

Lithiumtherapie aktiviert WNT-Signalweg

Regeneration der COPD-Lunge: Was ist da möglich?