Direkt zum Inhaltsbereich

"Kein Grund, das Impfen gegen HPV zu stoppen"

LONDON (ast/ikr). Das britische Mädchen, das am Montag kurz nach einer HPV-Impfung gestorben war, hatte nach ersten Obduktionsergebnissen eine ernste Vorerkrankung. Das hat der staatliche Gesundheitsdienst NHS mitgeteilt.

Veröffentlicht:
HPV-Impfung: Kein Grund zur Panik für Ärzte und Patienten, sagen Frauenärzte in Deutschland und britischen Arzneimittelzulassungsbehörden.

HPV-Impfung: Kein Grund zur Panik für Ärzte und Patienten, sagen Frauenärzte in Deutschland und britischen Arzneimittelzulassungsbehörden.

© Foto: bildeerboxwww.fotolia.de

Die National Health Service (NHS) hält es für höchst unwahrscheinlich, dass die Impfung der Grund für den Tod des 14-jährigen Mädchens war. Es stehen jedoch noch weitere Untersuchungsergebnisse aus. Die britischen Arzneimittelzulassungsbehörden wiesen darauf hin, dass es weder für Ärzte noch für Patienten Grund zur Panik gebe. Man beobachte die weiteren Entwicklungen mit "großer Sorgfalt", hat eine Sprecherin der Medicines and Healthcare Products Regulatory Agency (MHRA) in London der "Ärzte Zeitung" gesagt. Es bestehe aber kein Grund, die im vergangenen Jahr gestarteten HPV-Impfprogramme mit Cervarix® in den britischen Schulen zu stoppen.

Die britische Öffentlichkeit und die Medien reagierten überrascht und geschockt auf den Tod der 14-jährigen Patientin.

Generell übten allerdings sowohl die Medien als auch die Öffentlichkeit Besonnenheit aus. In den vielen Berichten wird immer wieder auf die Tatsache hingewiesen, dass die HPV-Impfung "umfangreich getestet" sei und als sicher gelte. Mehr als 1,4 Millionen Patientinnen seien seit dem vergangenen Jahr mit dem Impfstoff vakziniert worden, schreibt "The Times". Insgesamt seien bisher 4657 unerwünschte Wirkungen gemeldet worden, vorwiegend leichte Nebenwirkungen.

Auch aus Sicht des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF) in Deutschland gibt es keine Anzeichen dafür, dass die Impfung gegen Zervixkrebs mit einem besonderen Gesundheitsrisiko verbunden wäre.

Lesen Sie dazu auch: Tod nach HPV-Impfung: Ursache ist unklar

Mehr zum Thema

Jährliche COVID-19-Impfung

Empfohlen für ein breites Risikokollektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioNTech Europe GmbH, Mainz

Besonderes Augenmerk auf HBV

HIV und Impfungen: Was beachten, was testen?

Das könnte Sie auch interessieren
Woman with diabetes standing on top of the hill and looking at camera

© Getty Images

Impflücken bei Chronikern

Grippeimpfung bei Diabetes: Risiko für Folgen senken

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Die vergessene Reiseimpfung

© Milo Zanecchia | Getty Images

Impfen in der Praxis

Die vergessene Reiseimpfung

Anzeige | Viatris Germany GmbH
„Motivational Interviewing“ in der Impfberatung

© SrdjanPav | Getty Images

Impfkommunikation

„Motivational Interviewing“ in der Impfberatung

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

© EAU

Ergänzung EAU-Leitlinie 2026

Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Impfstoffeffektivität gegen Post COVID-Beschwerden

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [14]

Jährliche COVID-19-Impfung

Empfohlen für ein breites Risikokollektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioNTech Europe GmbH, Mainz
Abb. 1: Vorteile von Vamorolon

© Santhera Pharmaceuticals (Deutschland) GmbH, modifiziert nach [3−5, 6]

Duchenne-Muskeldystrophie (DMD)

Neue Perspektiven für die Versorgung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Santhera Pharmaceuticals (Deutschland) GmbH, München

Opioid-induzierte Obstipation

Paradigmenwechsel in der Behandlung: Vom Stuhl zum Nervensystem

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Grünenthal GmbH, Aachen
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Systematische Ursachensuche

Therapierefraktäre Hypothyreose: Was steckt dahinter?

Praktische Tipps

Aufgebrachte Patienten? Wie Praxisteams sicher deeskalieren

Lesetipps
Ein Mann in Rollstuhl mit Begleiterin im Gespräch mit einer Ärztin

© Luis / stock.adobe.com

Barrieren abbauen

Menschen mit Behinderung in der Praxis: Kleine Stellschrauben, große Wirkung