Impfen

Kein Zusammenhang zwischen MS und Impfungen

Veröffentlicht:

NEU-ISENBURG / LANGEN (gvh). Neue Studiendaten widerlegen erneut den Verdacht, dass Impfungen das Risiko für Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose (MS) erhöhen. Darauf weist das Paul-Ehrlich-Institut in Langen hin.

So wurde in einer französischen Fall-Kontroll-Studie keine Verbindung zwischen einer Hepatitis-B-Impfung und einem erhöhten Risiko für MS gefunden. In der Untersuchung wurden Daten von 143 MS-kranken Kindern und Jugendlichen im Alter unter 16 Jahren analysiert.

Die Ergebnisse wurden mit Daten von 1122 Kontrollpersonen gleichen Alters, Geschlechts und Wohnorts verglichen (Arch Pediatr Adolesc Med 161, 2007, 1176).

Ergebnis: Binnen drei Jahren vor dem ersten MS-Schub wurden 32 Prozent der MS-Kranken gegen Hepatitis B geimpft. Die Impfrate bei den Kontrollpersonen war in diesem Zeitraum nahezu identisch. Auch binnen sechs Monaten vor dem ersten MS-Schub ergab sich keine erhöhte Hepatitis-B-Impfrate im Vergleich zu den Kontrollpersonen. Ein erhöhtes Risiko für MS durch Impfung sei daher unwahrscheinlich.

Das Paul-Ehrlich-Institut zitiert die Ergebnisse einer Metaanalyse zum MS-Risiko nach vorheriger Tetanusimpfung (Neurology 67, 2006, 212). Bei den Geimpften sei das Risiko für eine MS sogar signifikant (um etwa ein Drittel) reduziert gewesen.

Mehr zum Thema

Nordrhein-Westfalen

Impftermin am Jobcenter soll Impfquote erhöhen

Das könnte Sie auch interessieren
Sie können die Anzahl an Impfanfragen kaum bewältigen?

© Doctolib

Digitales Impfmanagement

Sie können die Anzahl an Impfanfragen kaum bewältigen?

Anzeige | Doctolib GmbH
Tipps und Umsetzungshilfen für ein optimales Impfmanagement

© Doctolib / Corporate Design

Kostenloser Ratgeber

Tipps und Umsetzungshilfen für ein optimales Impfmanagement

Anzeige | Doctolib GmbH
50% Rabatt auf das digitale Impfmanagement von Doctolib

© Doctolib / Corporate Design

Exklusives Angebot

50% Rabatt auf das digitale Impfmanagement von Doctolib

Anzeige | Doctolib GmbH
Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

© Pascoe Naturmedizin

Vitamin-C-Therapie

Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Claudia Vollbracht, Humanbiologin und medizinische Wissenschaftlerin beim Unternehmen Pascoe

© [M] Privat; Levan / stock.adobe.com

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Wie Vitamin-C-Infusionen bei COVID-19 helfen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pascoe
Das sagt die Wissenschaft: Vitamin C und COVID-19

© Maksim Tkachenko / Getty Images / iStock

SARS-CoV-2 und COVID-19

Das sagt die Wissenschaft: Vitamin C und COVID-19

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Nachmittags: das schnelle Telegramm. Am Morgen: Ihr individuell zusammengestellter Themenmix.

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Schutz vor dem Coronavirus: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erhöht den Druck auf Ungeimpfte.

© Michele Tantussi/Reuters/Pool/dpa

Gesundheitsministerium

Ungeimpften drohen erhebliche Corona-Einschränkungen

Übergangen in der Prioliste? Medizinstudierende beklagen, dass sie oft von Kliniken nicht einmal die notwendige Bescheinigung des Arbeitgebers als Berechtigte einer der Corona-Impf-Priogruppen erhalten hätten.

© Jens Krick / Flashpic / picture

Arbeit ohne Impfschutz

Medizinstudierende fühlen sich bei Corona-Impfung abgehängt

Orale Kontrazeption: Reine Gestagen-Präparate gefährden Frauen mit einem kongenitalen Long-QT-Syndrom, wenn diese keine begleitende Betablockertherapie erhalten.

© Africa Studio / stock.adobe.com

Orale Kontrazeption

Frauen mit Long-QT: Vorsicht mit reinen Gestagen-Pillen!