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Keine Angst vor Wespenstichen!

Ingrid KreutzVon Ingrid Kreutz Veröffentlicht:

Für Patienten mit Insektengift-Allergie heißt es jetzt wieder: Vorsicht vor Wespen- oder Bienenstichen! Denn bekanntlich können schwere allergische Reaktionen bis hin zu Bewusstlosigkeit, Schock sowie Atem- und Herz-Kreislauf-Stillstand auftreten, sofern nicht rechtzeitig Adrenalin gespritzt wird. Immerhin ein bis fünf Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind von systemischen Überempfindlichkeitsreaktionen nach einem Hymenopterenstich betroffen.

Allergologen empfehlen daher zurecht, Patienten bereits bei leichten systemischen Reaktionen auf Insektenstiche, etwa Hautsymptomen, vor schwereren Ereignissen dieser Art zu schützen. Das gelingt durch eine spezifische Immuntherapie (SIT; Hyposensibilisierung). 80 bis 100 Prozent der Patienten, die eine subkutane SIT erhalten, tolerieren es anschließend reaktionslos, wenn sie von einer Wespe oder einer Biene gestochen werden.

Die Behandlung ist damit sogar noch effektiver als bei Inhalationsallergenen wie Pollen. Das ist in vielen Studien nachgewiesen worden. Die hohe Effektivität der SIT hat sich nun in einer weiteren Studie mit 93 Patienten bestätigt. Lediglich drei der 29 nach Beginn der SIT gestochenen Patienten entwickelten leichte systemische Reaktionen. Die SIT wurde insgesamt gut vertragen.

Und noch etwas dürfte die Motivation für die drei bis fünf Jahre dauernde Therapie steigern: Besonders bei Kindern wurde nach Beendigung der SIT ein lang anhaltender Schutz über 10 bis 20 Jahre nachgewiesen.

Lesen Sie dazu auch: Schneller Schutz bei Wespengift-Allergie

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