Direkt zum Inhaltsbereich

Kinder mit erhöhtem Risiko brauchen RSV-Prophylaxe

MÜNCHEN (fvw). Werden Frühgeborene prophylaktisch mit Palivizumab behandelt, entwickeln sie halb so oft wiederkehrendes Giemen wie Frühgeborene ohne Therapie mit dem monoklonalen Antikörper.

Veröffentlicht:

Die Prophylaxe gegen das Respiratory Syncytial Virus (RSV) mit Palivizumab (SynagisTM) wurde bei 421 Frühgeborenen (Geburt vor der 35. Schwangerschaftswoche) prospektiv zwei Jahre untersucht, hat Professor Ulrich Wahn aus Berlin berichtet. 191 der Kinder unter drei Jahren bekamen im ersten Winterhalbjahr einmal monatlich Palivizumab, 230 Kinder erhielten keine Prophylaxe (J Pediatr 151, 2007, 34).

Alle Frühgeborenen hatten keine chronische Lungenkrankheit, sagte Wahn bei einer Veranstaltung von Abbott in München. Primärer Endpunkt war wiederkehrendes Giemen, definiert als dreimaliges Giemen in zwölf Monaten. Ergebnis: 13 Prozent der Kinder in der Palivizumab-Gruppe bekamen wiederkehrendes Giemen, 26 Prozent in der Kontrollgruppe.

"Bei Säuglingen und Kleinkindern mit chronischen Lungenkrankheiten, Herzfehlern oder auch bei Frühgeborenen ist die RSV-Prophylaxe mit Palivizumab wirklich indiziert", sagte Wahn. Es sei der beste Schutz, denn bisher gebe es keine erfolgversprechende Therapie gegen RSV. Die Infektionsgefahr ist zudem hoch: Jedes zweite Kleinkind infiziert sich im ersten Lebensjahr mit RSV, fast alle Kinder haben bis zum zweiten Geburtstag mindestens eine Infektion damit.

Mehr zum Thema

Sie fragen – Experten antworten

Reiseimpfungen bei Kindern: Müssen Abstandsregeln eingehalten werden?

Das könnte Sie auch interessieren
Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

© EAU

Ergänzung EAU-Leitlinie 2026

Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

© Domepitipat | iStock

Lebensqualität zurückgewinnen

Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

© Iuliia Petrovskaia | iStock

Dermatophyten-Infektionen

Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

© robertprzybysz | iStock

Persistierende Onychomykosen

Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Opioid-induzierte Obstipation

Paradigmenwechsel in der Behandlung: Vom Stuhl zum Nervensystem

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Grünenthal GmbH, Aachen
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Abb. 1: Verlauf des Rett-Syndroms

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Rett-Syndrom

Diagnose und Verlauf einer herausfordernden Erkrankung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Acadia Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Nicht jede Diarrhoe geht von allein

Akuter Durchfall: Wann mehr als Teefasten nötig ist

Lesetipps
Luftverschmutzung aufgrund von Feuer, gepaart mit Hitzewellen - da leidet nicht nur die Lunge, sondern auch das Herz.

© Kang / stock.adobe.com

Effekte der Klimaerwärmung

Hitze plus Waldbrandrauch erhöhen kardiovaskuläre Mortalität