Kinder scheitern oft an einfacher sportlicher Übung

KARLSRUHE (dpa). Kinder und Jugendliche haben Karlsruher Forschern zufolge bereits bei einfachsten sportlichen Übungen erhebliche Probleme. Mehr als die Hälfte der Jungen und ein Drittel der Mädchen schaffen es nicht, beim Vorbeugen mit den Händen den Boden zu erreichen

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Zwölfjährige Mädchen hätten heute die Werte, die damals 17-Jährige erzielten, sagte Klaus Bös vom Institut für Sport und Sportwissenschaften der Karlsruher Universität. In den vergangenen 30 Jahren habe sich die Beweglichkeit deutlich verschlechtert. Für das vor vier Jahren begonnene Projekt "Motorik-Modul" (MoMo) hatten die Wissenschaftler von 2003 bis 2006 bundesweit mehr als 4500 Kinder und Jugendliche getestet.

Mehr als einem Drittel der 4- bis 17-Jährigen gelang es den Ergebnissen der Auswertung zufolge nicht, zwei oder mehr Schritte auf einem Balken rückwärts zu balancieren. 86 Prozent schafften es nicht, eine Minute auf einem Bein zu stehen. Im Standweitsprung habe sich die Weite gegenüber dem Wert von 1976 um etwa 14 Prozent verschlechtert, sagte Bös.

Das "Motorik-Modul" ist ein Teilprojekt des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys, bei dem das Berliner Robert-Koch-Institut bundesweit den Gesundheitszustand von etwa 18 000 Kindern und Jugendlichen untersucht. Für das "MoMo" hatten die Forscher einen etwa 40-minütigen Test mit elf Übungen entwickelt.

Weitere Informationen über das Karlsruher Projekt gibt es im Internet unter www.motorik-modul.de

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