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Kleinkindern mit Otitis media nützt Antibiose

UTRECHT (mut). Vor allem Kinder unter zwei Jahren und Kinder mit Otorrhö profitieren von einer Antibiotika-Therapie bei Otitis media. Das haben Forscher aus den Niederlanden herausgefunden.

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Man kann bei Otitis media erst einmal warten, ob die Symptome abklingen (wir berichteten). Man kann aber auch anhand des Alters und der Symptome abschätzen, ob eine Antibiose Erfolg verspricht, hat eine Studie mit knapp 1650 Kindern ergeben.

Ausgewertet wurde, ob die Kinder nach drei bis sieben Tagen noch Schmerzen oder Fieber hatten (Lancet 368, 2006, 1429). Bei Kindern, die jünger als zwei Jahre alt waren und eine beidseitige Otitis media hatten, war dies bei 23 Prozent mit und bei 46 Prozent ohne Antibiotika der Fall. Bei Kindern mit Otorrhö persistierten die Symptome in dieser Zeit bei 12 Prozent mit Antibiose und bei 39 Prozent ohne Antibiose.

Bei älteren Kindern, bei Kindern ohne Otorrhö und bei Kindern mit einseitiger Otitis media war der Unterschied deutlich geringer.

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