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Kinder mit Krebs

Klinische Versorgung gefährdet?

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BERLIN. Die Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) sieht die klinische Versorgung krebskranker Kinder und Jugendlicher als gefährdet an.

Die Vorstandsvorsitzende der GPOH, Professorin Angelika Eggert, nennt als Grund dafür eine ungesicherte bundeseinheitliche Finanzierung der sektorübergreifenden Versorgung.

Jährlich erkranken in Deutschland 2000 Kinder und Jugendliche neu an Krebs. Durch die Seltenheit dieser Erkrankungen ist die Behandlung weitgehend auf etwa 70 spezialisierte Kinderkrebs-Behandlungszentren konzentriert.

Die Finanzierung der vollstationären Behandlungsepisoden ist durch das G-DRG-System laut GPOH weitgehend gesichert. Die teilstationären und ambulanten Behandlungen hingegen seien trotz der vorbildlich umgesetzten sektorübergreifenden Versorgungsstruktur unterfinanziert.

Dies sei unter anderem dadurch bedingt, dass das vertragsärztliche Vergütungssystem keine Kalkulationsgrundlage für diese spezielle Versorgung zur Verfügung hat. Eine Querfinanzierung aus dem stationären Sektor - wie in vergangenen Jahrzehnten praktiziert - sei nach Einführung des DRG-Fallpauschalensystems nicht mehr möglich.

Bundesweit geraten fast alle Kinderkrebs-Behandlungszentren zunehmend in wirtschaftliche Schwierigkeiten, so die GPOH.

Trotz vergleichbarem Kostenaufwand sind örtliche Regelungen, regional unterschiedliche Tagesklinikpauschalen, persönliche Ermächtigungen, Institutsermächtigungen, Finanzierungen über Paragraf 116 b oder 120 SGB V extrem unterschiedlich. (ras)

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