Rheuma

Knochendichte-Befund mit nach Hause - das stärkt die Compliance

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Wie steht’s um die Knochendichte? Patientin bei einer DXA-Messung.

Wie steht’s um die Knochendichte? Patientin bei einer DXA-Messung.

© Foto: Kuratorium Knochengesundheit

BOSTON (hub). Praxisrelevante Studien wurden jetzt beim Kongress des American College of Rheumatology (ACR) vorgestellt. Bekommen etwa Patientinnen ihre DXA-Ergenisse mit nach Hause, nehmen sie ihre Osteoporose-Arzneien besser ein. Auch dass Fischöl die Symptome systemischem Lupus erythematodes bessert, wurde belegt.

  • DXA-Scan und Compliance: Wird Patientinnen mit Osteoporose ihr DXA-Scan der Knochendichtemessung mit nach Hause gegeben, steigt die Compliance für Osteoporose-Arzneien. Das hat eine Studie mit 370 Frauen ergeben. Eine Hälfte bekam den DXA-Scan mit, die andere nicht. Nach sechs Monaten nahmen 87 Prozent der Frauen, die den Scan mitbekamen, ihre Medikamente ein. In der anderen Gruppe waren es nur 53 Prozent (Pres. Nr. 162).
  • Herz und Rheuma: Das kardiovaskuläre (CV) Risiko von Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) entspricht dem von Menschen ohne RA, die fünf bis zehn Jahre älter sind. Das hat eine Studie mit 500 Personen aus beiden Gruppen ergeben (Pres. Nr. 2185). Das Risiko, innerhalb von zehn Jahren eine CV-Erkrankung zu bekommen, ist bei RA-Patienten zehn Prozent höher als bei Gleichaltrigen ohne RA. RA-Patienten profitierten daher besonders von Maßnahmen, die das CV-Risiko mindern.
  • Vitamin D und Arthrose: Patienten mit Kniearthrose profitieren von einer Vitamin-D-Einnahme. Das vermuten Forscher aus Boston. Sie hatten bei 100 Patienten mit Kniearthrose den Serumgehalt an Vitamin D sowie klinische Parameter bestimmt (Pres. Nr. 199). Patienten mit niedrigem Vitamin-D-Spiegel hatten stärkere Schmerzen und eine geringere Gehgeschwindigkeit. Ob eine Vitamin-D-Supplementierung eine Gonarthrose wirklich positiv beeinflusst, soll nun in einer Placebo-kontrollierten Studie untersucht werden.
  • Fischöl und Lupus: Die Einnahme niedrigdosierter Omega-3-Fettsäuren bessert Symptome bei systemischem Lupus erythematodes (SLE). Das hat eine Studie mit 60 SLE-Patienten ergeben, die 24 Wochen lang solche Fettsäuren einnahmen. Außer klinischer Parameter besserte sich auch die Endothelfunktion, der oxidative Stress nahm ab (Nr. 1317).

Die ACR-Abstracts gibt's im Internet: www.rheumatology.org - dann 2007 ACR-meeting / search abstracts / online program planner

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