KOMMENTAR

Kollateralnutzen der Militärforschung

Von Thomas Müller Veröffentlicht: 27.04.2006, 08:00 Uhr

Marburg-, Ebola- und Lassa-Viren sind ideale Kandidaten für einen biologischen Kampfstoff: Sie sind absolut tödlich, es gibt keine wirksame Therapie und bisher keine Impfung.

Die Erreger haben aus Sicht der Militärs einen weiteren Vorteil: Sie töten die erkrankten Menschen schnell - die Infektion kann sich daher kaum unkontrolliert ausbreiten und bliebe auf das Einsatzgebiet beschränkt. Kein Wunder also, daß es vor allem Militärärzte sind, die an Abwehrstrategien forschen.

Allerdings: Bioterroristen werden sich von der Nachricht kaum irritieren lassen, daß jetzt eine wirksame Vakzine gegen das Marburg-Virus entwickelt wurde, denn an eine Massenproduktion einer solchen Vakzine denkt bisher niemand.

Doch von der Militärforschung könnten ausnahmsweise einmal jene profitieren, für die sich die Entwicklung einer kommerziellen Vakzine nicht lohnt, weil ihre Zahl schlicht zu klein ist: Menschen mit hämorrhagischem Fieber in Afrika und Ärzte, die solche Menschen behandeln.

Lesen Sie dazu auch: Vakzine könnte hämorrhagischem Fieber seinen Schrecken nehmen

Mehr zum Thema

„ÄrzteTag“-Podcast

Infektiologin Marylyn Addo: „Die Pandemie sind wir!“

Das könnte Sie auch interessieren
Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

Vitamin-C-Therapie

Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Vitamin C – ein Must-Have fürs Immunsystem

Immunmodulation

Vitamin C – ein Must-Have fürs Immunsystem

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Inhalierte Asthma-Präparate mit Kortison – eine Gefahr für die Knochengesundheit?

Risiko steigt mit der Dosis

Auch inhalative Steroide gehen Asthmapatienten an die Knochen