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Kombi-Therapie verhindert Erbrechen bei fast allen Patienten

BERLIN (gvg). Der neue 5-HT3-Rezeptor-Blocker Palonosetron kann bei Patienten mit emetogener Chemotherapie die Möglichkeit einer ambulanten Betreuung erhalten. Von Kombitherapien profitieren zudem Patienten, denen andere Antiemetika nicht helfen.

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Über seine Erfahrungen mit Palonosetron hat Professor Hanno Riess von der Charité Berlin auf einem Symposium beim Deutschen Krebskongreß in Berlin berichtet. Beispielhaft nannte er die antiemetische Behandlung einer 46jährigen Patientin. Sie hatte wegen eines nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms eine Cisplatin-haltige Chemotherapie erhalten. Daraufhin traten trotz antiemetischer Therapie mit Dexamethason, Metoclopramid und Ondansetron Übelkeit und Erbrechen auf.

Die Patientin mußte daher stationär versorgt werden. Beim nächsten Therapiezyklus wurde eine Palonosetron-haltige Kombi-Therapie angewandt. Auf diese Weise gelang es endlich, das Erbrechen zu verhindern und die Übelkeit auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Die nachfolgenden Therapiezyklen konnten daraufhin wieder vollständig ambulant erfolgen.

In mehreren Phase-III-Studien wurde nachgewiesen, daß Palonosetron (Aloxi®) nach moderat und hoch emetogener Chemotherapie nicht weniger antiemetisch wirksam ist als ältere 5-HT3-Rezeptor-Antagonisten. Bei der Unterdrückung der verzögerten Symptomatik zwei bis fünf Tage nach Chemotherapie-Beginn schnitten die Patienten der Palonosetron-Gruppen sogar besser ab als jene in den Kontrollgruppen.

Auf der Veranstaltung des Unternehmens Ribosepharm berichtete Riess zudem über die Ergebnisse einer kürzlich vorgestellten Studie mit 58 Patienten. Sie erhielten eine moderat oder hoch emetogene Chemotherapie. Zur Antiemesis wurde Palonosetron oder ein anderer 5-HT3-Rezeptor-Antagonist mit Dexamethason und dem Antiemetikum Aprepitant kombiniert.

War Palonosetron der Kombinationspartner, gelang es über einen Zeitraum von fünf Tagen bei 91 Prozent der Patienten, das Erbrechen zu verhindern. Immerhin 78 Prozent der Patienten klagten ebenfalls nicht über Übelkeit. Die im Vergleich zu anderen 5-HT3-Rezeptor-Antagonisten in mehreren Studien beobachtete, überlegene Wirkung von Palonosetron lasse sich im klinischen Alltag bestätigen. So lautete Riess' Fazit aus seinen Erfahrungen mit dem Antiemetikum.

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