Asthma/COPD

Kombitherapie hilft, wenn Kortikoid bei Asthma nicht ausreicht

BERLIN (djb). Bei Patienten mit leichtem bis mittelgradigem Asthma bronchiale bessert die Kombination eines inhalativen Kortikoids mit dem Leukotrien-Antagonisten Montelukast die Lungenfunktion ähnlich gut wie die Verdoppelung der Steroiddosis oder die Kombination mit einem lang-wirksamen Beta-2-Agonisten.

Veröffentlicht: 03.03.2006, 08:00 Uhr

Das hat Professor Wolfgang Petro aus Bad Reichenhall bei einer von MSD initiierten Veranstaltung in Berlin berichtet. Montelukast verfüge über eine additive, steroidunabhängige antientzündliche Wirksamkeit. Und die Reduktion der chronischen Atemwegsentzündung sei primäres Ziel der Asthmatherapie, betonte der Pneumologe.

Reicht ein inhalatives Kortikosteroid bei Patienten mit leichtem bis mittelgradigem Asthma nicht aus, wird in der aktuellen Leitlinie der Deutschen Atemwegsliga und der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie eine Kombination mit anderen Substanzklassen empfohlen.

So erhielten in der COMPACT-Studie (Clinical Observation of Montelukast as a Partner Agent for Complementary Therapy) 898 Patienten mit mittelgradigem Asthma, die gleichzeitig unter einer allergischen Rhinitis litten, täglich 800 µg Budesonid per Inhalation plus 10 mg Montelukast (Singulair®) oral.

Dieses Vorgehen hatte einen ebenso guten Effekt auf die Lungenfunktion - beurteilt nach dem morgendlichen Peak-Flow-Wert - wie die Verdoppelung der Steroiddosis auf 1600 µg pro Tag, wie Pedro berichtet hat.

In der IMPACT-Studie (Investigation of Montelukast as a Partner Agent for Complementary Therapy) wurde bei 1490 Patienten mit 200 µg Fluticason plus 10 mg Montelukast täglich eine ähnlich gute Wirksamkeit erzielt wie durch die Kombination des Kortikoids (200 µg/Tag) und einem lang-wirksamen Beta-2-Agonisten (100 µg Salmeterol pro Tag).

Die Rate der Asthma-Exazerbationen wurde ähnlich stark reduziert. Günstig war die Kombination aus dem Kortikosteroid und dem Leukotrien-Antagonisten auch, was die Reduktion der Entzündung betraf: Die Zahl der eosinophilen Granulozyten im Sputum und im peripheren Blut wurde signifikant verringert.

Mehr zum Thema
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Kinder-Versorgung steckt noch in den Kinderschuhen

Versorgungslücken

Kinder-Versorgung steckt noch in den Kinderschuhen

Störung in der Telematikinfrastruktur hält an

Arztpraxen

Störung in der Telematikinfrastruktur hält an

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden