Direkt zum Inhaltsbereich

Kombitherapie hilft, wenn Kortikoid bei Asthma nicht ausreicht

BERLIN (djb). Bei Patienten mit leichtem bis mittelgradigem Asthma bronchiale bessert die Kombination eines inhalativen Kortikoids mit dem Leukotrien-Antagonisten Montelukast die Lungenfunktion ähnlich gut wie die Verdoppelung der Steroiddosis oder die Kombination mit einem lang-wirksamen Beta-2-Agonisten.

Veröffentlicht:

Das hat Professor Wolfgang Petro aus Bad Reichenhall bei einer von MSD initiierten Veranstaltung in Berlin berichtet. Montelukast verfüge über eine additive, steroidunabhängige antientzündliche Wirksamkeit. Und die Reduktion der chronischen Atemwegsentzündung sei primäres Ziel der Asthmatherapie, betonte der Pneumologe.

Reicht ein inhalatives Kortikosteroid bei Patienten mit leichtem bis mittelgradigem Asthma nicht aus, wird in der aktuellen Leitlinie der Deutschen Atemwegsliga und der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie eine Kombination mit anderen Substanzklassen empfohlen.

So erhielten in der COMPACT-Studie (Clinical Observation of Montelukast as a Partner Agent for Complementary Therapy) 898 Patienten mit mittelgradigem Asthma, die gleichzeitig unter einer allergischen Rhinitis litten, täglich 800 µg Budesonid per Inhalation plus 10 mg Montelukast (Singulair®) oral.

Dieses Vorgehen hatte einen ebenso guten Effekt auf die Lungenfunktion - beurteilt nach dem morgendlichen Peak-Flow-Wert - wie die Verdoppelung der Steroiddosis auf 1600 µg pro Tag, wie Pedro berichtet hat.

In der IMPACT-Studie (Investigation of Montelukast as a Partner Agent for Complementary Therapy) wurde bei 1490 Patienten mit 200 µg Fluticason plus 10 mg Montelukast täglich eine ähnlich gute Wirksamkeit erzielt wie durch die Kombination des Kortikoids (200 µg/Tag) und einem lang-wirksamen Beta-2-Agonisten (100 µg Salmeterol pro Tag).

Die Rate der Asthma-Exazerbationen wurde ähnlich stark reduziert. Günstig war die Kombination aus dem Kortikosteroid und dem Leukotrien-Antagonisten auch, was die Reduktion der Entzündung betraf: Die Zahl der eosinophilen Granulozyten im Sputum und im peripheren Blut wurde signifikant verringert.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Mikrobiomforschung

Atemwegs-Dysbiose befeuert Lungenerkrankungen

Das könnte Sie auch interessieren
Geldschein, teilweise bedeckt von Stethoskop

© photocrew / stock.adobe.com

Kostenstrukturanalyse

Privatanteil an den Einnahmen geht leicht zurück

Logo Beyond Imaging

© Beyond

Beyond Imaging

KI-gestützte Prostata- und Kopf-MRT

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Logo Diagnostic Results

© Diagnostic Results

Bioeksen

Molekulare PCR-Diagnostik am PoC

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Interdisziplinäres Patienten-Management – ein Praxisleitfaden

© APOGEPHA Arzneimittel GmbH | Generated by AI

Überaktive Blase

Interdisziplinäres Patienten-Management – ein Praxisleitfaden

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APOGEPHA Arzneimittel GmbH, Dresden
Primär Biliäre Cholangitis: therapeutisches Potenzial der PPAR-Aktivierung

© Kateryna_Kon / stock.adobe.com

PPAR-Isoform-Selektivität: wissenschaftliche Grundlagen und klinische Relevanz

Primär Biliäre Cholangitis: therapeutisches Potenzial der PPAR-Aktivierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Planegg-Martinsried

Vitamin-B12-Mangel

Frühzeitig erkennen, gezielt therapieren

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Wörwag Pharma GmbH & Co. KG, Böblingen
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

„ÄrzteTag“-Podcast

Wie können Ärzte Einsamkeit erkennen und ansprechen, Professor Adli?

Lesetipps
Ausgestreckte Hand gegenüber einer Impfspritze.

© anyaivanova / Getty Images / iStock

Überprüft

5 Mythen übers Impfen im Faktencheck

Lipoprotein(a)-Partikel

© Juan Gärtner / stock.adobe.com

Cholesterin

Intensive LDL-Senkung bei hohem Lp(a): Warum das schwierig werden kann