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Kombitherapie mit Valproat bei Bipolarstörungen

MÜNCHEN (wst). Bei bipolaren Störungen genügt eine Monotherapie oft nicht, um die Symptome ausreichend zu lindern. Häufig wird daher eine Kombitherapie verwendet - meist mit zwei Medikamenten, die die Stimmung stabilisieren, oder mit einem solchen plus einem Neuroleptikum. Eine Valproat-Retard-Formulierung kann die Therapie erleichtern: Das Präparat wird nur einmal täglich eingenommen.

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Studien haben ergeben, daß bei manisch-depressiven Patienten eine akute Manie mit der Kombinationstherapie aus einem Neuroleptikum und einem stimmungstabilisierenden Medikament meist schneller und effektiver zu beherrschen ist als mit den jeweiligen Komponenten in Monotherapie. Darauf hat Dr. Heinz Grunze von der Universität München auf einer Veranstaltung von Desitin in München hingewiesen. Als Stimmungsstabilisierer stehen Lithium sowie Antikonvulsiva wie etwa Carbamazepin oder Valproat zur Verfügung.

Valproat besitze eine große therapeutische Breite und wirke sowohl gegen depressive als auch manische Phasen. Zudem sei die Gefahr von Wechselwirkungen mit einem Kombinationspartner sehr gering, sagte Grunze.

Die oft lebenslang nötige Phasenprophylaxe scheitere häufig an der Compliance der Patienten, so Grunze. Dabei verwies er auf Ergebnisse einer großen Umfrage, wonach bereits nach 75 Tagen etwa 50 Prozent der manisch-depressiven Patienten die Phasenprophylaxe abgebrochen haben. Je verträglicher und einfacher die verordnete Langzeittherapie sei, desto besser stünden die Chancen, daß sie auch befolgt wird.

Valproat-Retard-Formulierungen wie das auch bei bipolaren Störungen zugelassene Orfiril® long kommen diesem Erfordernis entgegen. Das Präparat muß nur einmal täglich eingenommen werden. Der Zeitpunkt ist unabhängig von den Mahlzeiten.

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