Komplettes Erbgut von Zwillingen - Schlüssel zu CED?

Veröffentlicht:

HAMBURG (otc). Auf der Suche nach erblichen Ursachen chronisch entzündlicher Darmerkrankungen (CED) hat der deutsche Exzellenzcluster zur Erforschung von "Entzündungen an Grenzflächen" ein Mammut-Projekt gestartet: Das Erbgut von 40 Zwillingspaaren - bei denen ein Zwilling an Morbus Crohn leidet und der andere gesund ist - soll komplett entschlüsselt werden. Hierfür laufen Sequenzer drei Jahre lang rund um die Uhr auf Hochtouren.

Den Teilnehmern wird per Darmspiegelung eine Schleimhautprobe entnommen. Die Proben werden an der Kieler Universität analysiert und der genetische Code erkrankter und gesunder Probanden Abschnitt für Abschnitt verglichen. Es ist geplant, sowohl das sogenannte Mikrobiom (alle Bakterien auf der Darmoberfläche) als auch das Genom der Zwillinge vollständig vergleichend zu sequenzieren.

Mehr zum Thema

Forschung

Beeinflusst Mikroplastik chronische Erkrankungen?

Daten aus der UK Biobank

Fünf Lebensstilfaktoren können wohl ein Reizdarmsyndrom verhindern

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Referentenentwurf

„Gesundes-Herz-Gesetz“: Die Statin-Gießkanne für Deutschland?

Untypisches Krankheitsbild

Kasuistik: Hinter dieser Appendizitis steckte ein Bakterium

Lesetipps
Globuli in Fläschchen

© ChamilleWhite / Getty Images / iStock

Leitartikel

Homöopathie: Eine bloße Scheindebatte

Eine neue Leitlinie, die Ende diesen Jahres veröffentlicht werden soll, soll Ärzten und Ärztinnen in der hausärztlichen Versorgung helfen, Patienten und Patientinnen zur Vitamin-D-Substitution adäquat zu beraten.

© irissca / stock.adobe.com

32. Jahreskongress der SGAM

Empfehlungen zur Vitamin-D-Substitution: Neue Leitlinie angekündigt