Komplexmittel hilft, wenn Sehnen schmerzen

MÜNCHEN (wst). Bei schmerzhaften Sehnenproblemen ist die topische Therapie mit einem homöopathischen Komplexmittel so erfolgreich wie die Therapie mit topischen NSAR. Das ergab eine offene, multizentrische Kohortenstudie.

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Die Daten der Studie ("Explore" 6, 2005, 446) hat Professor Peter Billigmann vom Institut für Leistungsdiagnostik und Sporttraumatologie aus Koblenz bei einer Veranstaltung von Heel in München vorgestellt. An der Anwendungsbeobachtung nahmen 95 Arztpraxen teil. Behandelt wurden 357 Patienten von 18 bis 93 Jahren, die akute Tendopathien unterschiedlicher Lokalisationen und Genese hatten.

Bis zu 28 Tage wurden die Patienten mit dem homöopathischen Komplexmittel Traumeel® S Salbe oder mit einprozentigem Diclofenac-Gel bedarfsorientiert behandelt. Ausmaß und Frequenz der Einreibung waren nicht vorgegeben.

In beiden Gruppen dominierte die dreimal tägliche Applikation. Anhand einer Vierpunkteskala wurden vor und während der Behandlung Druck-, Ruhe- und Bewegungsschmerzen, die Beweglichkeit betroffener Gelenke und der globale Therapieerfolg ermittelt.

Beide Therapien führten zu ähnlich guten Resultaten. Bis zum Ende der Studie hatte der addierte Schmerzsummenscore mit dem Komplexmittel um 5,3 Punkte und mit dem NSAR um 5,0 Punkte abgenommen. Der summierte Beweglichkeitsscore hatte sich mit dem Komplexmittel um 4,2 und mit dem NSAR um 3,7 Punkte verbessert.

Etwa 75 Prozent aller Patienten in beiden Gruppe berichteten von einer deutlichen Symptomlinderung innerhalb von sieben Tagen nach Behandlungsbeginn. Bei 2,5 Prozent der Patienten aus der Komplexmittel-Gruppe 7,7 Prozent aus der NSAR-Gruppe war die Therapie bis Studienende ohne Nutzen.

88 Prozent der Patienten in der Komplexmittel-Gruppe und 82 Prozent in der Vergleichsgruppe beurteilten die Wirksamkeit ihrer Therapie mit gut oder sehr gut. Die Verträglichkeit der homöopathischen Salbe wurde von 93 und die von topischem Diclofenac von 88 Prozent mit gut oder sehr gut bewertet.

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