Kopfschmerzen

Kopfschmerz-Meridiane nur Hokuspokus?

NEU-ISENBURG (EO). Bei der Migräne-Prophylaxe mittels Akupunktur spielen die viel beschriebenen "Migräne-Meridiane" der Traditionellen Chinesischen Medizin möglicherweise gar keine besondere Rolle, so eine aktuelle Studie (CME 2012/2: 30).

Veröffentlicht:

Im Hinblick auf den primären Endpunkt, die Zahl der Migränetage, machte es in einer deutsch-chinesischen Studie keinen nennenswerten Unterschied, ob man in "spezifische Shaoyang"- oder "Yangming"-Punkte stach, oder ob ganz andere Stellen genadelt wurden.

Vier Wochen nach Therapieende berichtete die Kontrollgruppe im Schnitt über 3,4 Migränetage, die der Shaoyang-Gruppe über 2,8, die Yangming-Gruppe über 2,9 Tage mit Kopfschmerz. Und eine vierte Gruppe, bei der "wenig spezifische" Akupunkturpunkte des Shaoyang-Meridians gewählt worden waren, hatte an 2,7 Tagen Schmerzen.

Signifikante Unterschiede zwischen echter und Scheinakupunktur fanden sich im sekundären Endpunkt, der auf Intensität und Frequenz der Kopfschmerzen abzielte.

Neun bis zwölf Wochen nach Therapieende zeigte sich auch im primären Endpunkt ein signifikanter Effekt: So berichteten die Patienten nach echter Akupunktur im Schnitt über etwas mehr als zwei Kopfschmerztage, die Patienten in der Kontrollgruppe hatten dagegen durchschnittlich an 3,3 Tagen Migräne.

Quelle: www.springermedizin.de

Mehr zum Thema

Akutes Koronarsyndrom entdeckt

Herzinfarkt – doch es schmerzte nur der Kopf

Schlagworte
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Nachmittags: das schnelle Telegramm. Am Morgen: Ihr individuell zusammengestellter Themenmix.

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Dr. Thomas Fischbach

© Jocelyne Naujoks / ÄKNo

Interview

BVKJ-Präsident Fischbach: Wir erwarten eine klare Perspektive von der STIKO

3D-Darstellung von Neuronen mit Amyloid-Plaques. Nach wie vor stehen diese Plaques im Zentrum vieler Forschungsarbeiten zu neuen Alzheimertherapien.

© SciePro / stock.adobe.com

Internationaler Alzheimer-Kongress

Hoffnung auf neue Antikörper zur Alzheimer-Therapie