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BUCHTIPP DES TAGES

Krankheit durch Schäden noch vor der Geburt

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Besondere intrauterine Lebensbedingungen für Feten und perinatal erworbene Schäden können zu chronischen Krankheiten führen, womöglich durch fehlerhafte Prägung des Kindes im Bauch der Mutter. Ein bekanntes Beispiel: Kinder diabetischer Mütter werden eher übergewichtig oder adipös als Kinder nichtdiabetischer Mütter.

Das gestörte intrauterine Wachstum war Thema eines Symposiums der "Stiftung für das behinderte Kind" in Berlin, dessen wichtigste Beiträge Herausgeber Professor Joachim W. Dudenhausen von der Charité Berlin jetzt in einer Broschüre zusammengefasst hat.

Außer um vermindertes oder vermehrtes Wachstum als Folgen perinataler Unter- und Überernährung geht es darin etwa auch um renale und kardiale Funktionsstörungen bei wachstumsretardierten Kindern oder um sozioökonomische Zusammenhänge bei Wachstumsstörungen. Eingegangen wird auch auf die Prophylaxe und Therapie bei intrauteriner Wachstumsrestriktion mit Acetylsalicylsäure, niedermolekularem Heparin oder mit Kortikoiden. Allerdings steht man damit in mancher Hinsicht am Anfang der Forschung auf dem noch jungen Teilgebiet der Funktionellen Teratologie (engl.: Fetal Programming).

Ziel der Broschüre ist es, das Bewusstsein von Ärzten und Öffentlichkeit für die Zusammenhänge zwischen gestörtem vorgeburtlichem Wachstum und Gesundheit des Kindes zu schärfen. (ner)

Joachim W. Dudenhausen: Das vorgeburtliche Wachstum des Kindes. Urban & Vogel, München 2007. 74 Seiten, 18,95 Euro, ISBN 978-3-89935-238-2.

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