Glioblastom

Krankheitsverlauf lässt sich durch microRNAs leichter abschätzen

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NEUHERBERG. Forscher haben eine neue Methode erarbeitet, um den Krankheitsverlauf von Glioblastomen nach der Standardtherapie vorherzusagen, heißt es in einer Mitteilung des Helmholtz Zentrum München. Vier miRNAs könnten demnach den entscheidenden Hinweis geben (Oncotarget 2016; online 11. Juni). Ein Patent wurde bereits beantragt.

Die Krebsforscher untersuchten die Zusammensetzung von miRNAs in Proben von 36 Patienten, denen im Zuge einer Behandlung Tumormaterial entfernt und deren weiterer Behandlungsverlauf gut dokumentiert worden war. "Vier miRNAs konnten wir immer wieder in Tumoren finden, die eine besonders schlechte Prognose hatten", wird Privatdozent Dr. Karim-Maximilian Niyazi, Erstautor der Studie, zitiert.

Risikoscore und Lebenserwartung festgestellt

Anhand ihrer Daten berechneten die Forscher einen Risikoscore, der zwei Patientengruppen unterscheidet, deren Lebenserwartung sich bei Standardtherapie um circa fünf Monate unterschied, heißt es weiter. Um ihre Ergebnisse zu untermauern, verwendeten sie die Daten von weiteren 58 unabhängigen Proben. Auch hier stellten sie fest, dass sich die Zusammensetzung der miRNAs veränderte, je schlechter die Aussicht auf Therapieerfolg war.

"Unsere Methode könnte dazu dienen, Kandidaten für alternative beziehungsweise intensivierte Therapiemöglichkeiten zu identifizieren, da Patienten mit einem hohen Risikoscore sehr wahrscheinlich nicht von einer Standardtherapie profitieren werden", so Studienleiter Dr. Kristian Unger. (eb)

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