Krebsdiagnose lässt Suizidrisiko steigen

STOCKHOLM (eb). Die Eröffnung der Diagnose "Sie haben Krebs" ist für Patienten eine traumatische Erfahrung, die sie in den Suizid und Herz-Kreislauf-Tod treiben kann.

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Epidemiologen aus Stockholm haben für eine Kohortenstudie zwischen 1991 und 2006 die Daten von rund 6 Millionen Schweden ausgewertet.

Auf die erste Woche nach der Diagnose bezogen war das Suizidrisiko 12-fach, aufs erste Jahr bezogen dreifach höher als bei Menschen ohne Tumoren.

Der Tod aus kardiovaskulärer Ursache wiederum war während der ersten Woche nach der Krebsdiagnose knapp sechsfach häufiger, auf die ersten vier Wochen berechnet mehr als dreifach.

Die Gefahren waren besonders ausgeprägt für Karzinomformen mit schlechter Prognose wie Lungenkrebs und Hirntumoren. Allerdings nahmen die erhöhten Werte im Verlauf des ersten Jahres nach der Diagnose schnell wieder ab (NEJM 2012; 366 (14): 1310-1318).

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