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Leber-Ca-Inzidenz hat sich in 30 Jahren verdoppelt

HAMBURG (grue). In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 5000 Menschen an Leberkrebs, doppelt so viele wie vor 30 Jahren. Bei mehr als der Hälfte der Patienten ist Virushepatitis die Ursache, hat Professor Michael Manns aus Hannover aus Anlaß des Welt-Hepatitis-Tags am 1. Oktober berichtet.

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"Virusinfektionen haben Alkohol-Zirrhosen als Hauptursache von Leberkrebs abgelöst", sagte Manns bei einer Veranstaltung der Deutschen Leberhilfe e.V. in Hamburg. Bei keinem anderen Krebs habe die Zahl der Neuerkrankungen so stark zugenommen, so Manns bei der von Gilead Sciences und Roche Pharma unterstützten Veranstaltung.

Nach seinen Angaben sind von 1998 bis 2003 an der Medizinischen Hochschule Hannover 396 Patienten mit Leberkrebs behandelt worden. 21 Prozent hatten Hepatitis B, 28 Prozent Hepatitis C und drei Prozent beide Infektionen.

    Hauptursache von Leberkrebs sind jetzt Viren.
   

Ein Grund für die Zunahme der Leberkrebs-Inzidenz seien viele Menschen mit unerkannter Virushepatitis, die sich zum Beispiel vor 1991 bei Bluttransfusionen mit Hepatitis C angesteckt haben. Leberkrebs ist eine Spätkomplikation des chronischen Infekts, die nach Jahrzehnten auftritt.

Die Leberkrebs-Inzidenz nehme auch durch Risikofaktoren wie Übergewicht und Typ-2- Diabetes zu. So haben etwa Männer mit einem BMI von 35 kg/m2 ein mehr als vierfach erhöhtes Risiko für Leberkrebs, weil die Fettleber narbig umgebaut wird.

Manns plädierte für mehr Anstrengungen zur Früherkennung von Virushepatitis und von Leberkrebs. Warnhinweise für den Krebs sind unter anderem ein hoher Alpha-Fetoprotein-Wert bei gleichzeitig erhöhten Transaminasen.

Menschen mit Zirrhose oder anderen fortgeschrittenen Leberkrankheiten sollten halbjährlich ihre Leber von einem erfahrenen Untersucher mit Ultraschall untersuchen lassen. Patienten mit Virushepatitis sollten therapiert werden. Damit läßt sich das Leberkrebsrisiko bei Hepatitis B und C deutlich senken.

Weitere Informationen zum Welt-Hepatitis-Tag am 1. Oktober unter www.welthepatitistag.info

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