Listerien sind für Schwangere, Senioren und Immungeschwächte eine Gefahr

Listerien werden durch Lebensmittel übertragen. Gute Nahrungsmittelhygiene auf Reisen schützt.

Von Privatdozent Tomas Jelinek Veröffentlicht:

Anfang dieses Jahres kam es in Österreich und Deutschland zu einem Ausbruch von Listeriose, an der acht Menschen starben. Auch aus den Vereinigten Staaten wurde kürzlich ein Ausbruch mit zwei Todesopfern gemeldet.

Die Listeriose wird durch das Bakterium Listeria monozytogenes hervorgerufen, welches weltweit verbreitet ist und überall in der Umwelt, besonders im landwirtschaftlichen Bereich, vorkommt. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt in den meisten Fällen durch den Verzehr kontaminierter tierischer oder pflanzlicher Lebensmittel.

Bei gesunden Erwachsenen verläuft die Infektion in den meisten Fällen asymptomatisch oder mild mit Grippe-Symptomen. Personen mit geschwächter Immunabwehr, chronischen Vorerkrankungen oder ältere Menschen können jedoch auch an einer Meningitis oder Sepsis erkranken.

Während der Schwangerschaft kann es zur diaplazentaren Infektion des Kindes mit der Folge einer Früh- oder Totgeburt oder nach der Geburt zum schweren Krankheitsbild der Granulomatosis infantiseptica beim Neugeborenen kommen. Deshalb sollten gefährdete Personen, insbesondere Schwangere und Immungeschwächte, auch bei der reisemedizinischen Beratung auf eine sorgfältige Nahrungsmittelhygiene hingewiesen werden. Vor allem ist der Genuss von Rohmilchprodukten sowie unzureichend durchgegartem Fleisch oder Fisch zu vermeiden. Rohe Salate und Gemüse sollten gründlich gewaschen werden. Im Zweifel sollten Reisende besser auf solche Lebensmittel verzichten.

Ausführliche Verbraucherinformation zum Thema Listerien gibt es beim Bundesinstitut für Risikobewertung im Internet unter: www.bfr.bund.de/cd/512

Weitere Informationen zur Reisemedizin unter www.crm.de

Mehr zum Thema

Review und Leitlinie

Ambulante antivirale COVID-19-Therapie: Was US-Wissenschaftler empfehlen

Das könnte Sie auch interessieren
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Für Menschen ab 60 Jahren sind die Impfungen gegen Influenza, Corona, Pneumokokken und Herpes zoster (beide nicht im Bild) Standard-Impfungen. Für Menschen ab 75 Jahren kommt die RSV-Impfung hinzu.

© angellodeco / stock.adobe.com

Respiratorisches Synzytial Virus

STIKO: Alle Menschen ab 75 gegen RSV impfen!

Blickdiagnose: klinisches Bild mit typischen Effloreszenzen bei Herpes zoster.

© Mumemories / Getty Images / iStock

Zoster-Impfung

Schutz vor Herpes zoster und Rezidiven

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Potenzielle Schäden durch eine Influenza-Infektion an verschiedenen Organsystemen

© Springer Medizin Verlag

Impfen und Herzgesundheit

Mehr als nur Grippeschutz: Warum die Influenza-Impfung bei Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen so wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Anwältin erläutert Fristen

Regressbescheid nach 10 Jahren – ist das rechtens?

Lesetipps
Skelettszintigraphie einer betroffenen Patientin mit Osteomalazie in den Hüften (gelb) nach intravenöser Eisentherapie mit Eisencarboxymaltose.

© Roland Haubner/Universitätsklinik für Nuklearmedizin Innsbruck

Beobachtungsstudie

Eisenmangel: Wahl des Eisenpräparats beeinflusst das Frakturrisiko

Markus Frühwein

© Porträt: privat | Spritze: Fiedels / stock.adobe.com

Sie fragen – Experten antworten

Keine Gelbfieberimpfung bei Patienten über 60 Jahren: Stimmt das?

Ein Arzt in einem weißen Arztkittel spricht mit einem männlichen Patienten über die Ergebnisse der medizinischen Untersuchung und gibt anhand dieser eine Behandlungsempfehlung ab.

© Pcess609 / stock.adobe.com

Kommunikationsfehler vermeiden

Tipps: So sollten Sie mit Patienten über Risiken und Zahlen sprechen