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Mehr Frauen beim Mamma-Screening im Norden

Ärzte in Schleswig-Holstein sehen sich durch aktuelle Zahlen zum Mammografie-Screening bestätigt. Dort ist die Teilnahmequote gestiegen.

Dirk SchnackVon Dirk Schnack Veröffentlicht:
Wird im Norden zunehmend akzeptiert: Brustkrebs-Vorsorge. ©Steffen/Imago

Wird im Norden zunehmend akzeptiert: Brustkrebs-Vorsorge. ©Steffen/Imago

© Steffen/Imago

BAD SEGEBERG.. Landesweit ist die Teilnehmerquote am Mammografie-Screening in Schleswig-Holstein auf 43 Prozent gestiegen.

"Die Zahlen widerlegen den Zweifel am medizinischen Nutzen dieser Früherkennungsuntersuchungen. Mammografie ist eine der sichersten Methoden zur Erkennung von Brustkrebs", sagte Dr. Timo Gomille, Sprecher der Screening-Ärzte in Schleswig-Holstein.

Nach Angaben der KV konnten im vergangenen Jahr auch mehr Fälle frühzeitig diagnostiziert werden: Von 165 in 2007 auf inzwischen 687. In den meisten Fällen konnten die erkrankten Frauen erfolgreich behandelt werden. Das Mammografie-Screening ermöglicht das Aufspüren kleiner Tumore mit großen Heilungschancen. Der Anteil der Tumoren mit einer maximalen Größe bis zehn Millimeter liegt in Schleswig-Holstein bei knapp 35 Prozent und damit über dem Bundesdurchschnitt. Bei mehr als drei Viertel aller im Programm entdeckten Tumoren waren die Lymphknoten noch nicht befallen. "Fast alle Frauen mit kleinen Tumoren, die nicht gestreut haben, werden wieder vollständig gesund", betonte Gomille.

Das Mammografie-Screening-Programm läuft in Schleswig-Holstein seit Mai 2007. Jede Frau im Alter zwischen 50 und 69 Jahren erhält wie berichtet alle zwei Jahre eine schriftliche Einladung zum Screening. Ziel ist, Brustkrebs so früh wie möglich zu entdecken, um die betroffenen Frauen schonender und mit guter Aussicht auf Erfolg behandeln zu können. Langfristig erwarten die Befürworter eine Senkung der Sterblichkeit an Brustkrebs. Im Norden ist das Screening eine von vier Säulen des schleswig-holsteinischen Netzes "Betrifft Brust".

Bisher haben mehr als 171 000 Frauen an dem Programm teilgenommen, viele davon schon ein zweites Mal. Etwa 95 Prozent aller Aufnahmen sind unauffällig.

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