Meningitis

Meningitis-Schutz für Jugendliche in Sicht

SANTIAGO (eis). Ein Impfstoff gegen Meningokokken B hat sich bei Jugendlichen in Chile als hochwirksam erwiesen. Die Zulassung der Vakzine ist auch in Europa beantragt.

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Meningokokke in rot.

Meningokokke in rot.

© James Volk / CDC

Schutz gegen Meningokokken B wird in Deutschland dringend gebraucht. Zwei Drittel der Meningokokken-Erkrankungen werden bei uns durch diesen Serotyp verursacht.

Bei Kleinkindern hatte sich dabei der viervalente Impfstoff 4CMenB schon als wirksam erwiesen. Jetzt wurden erstmals Daten zur Wirksamkeit der Vakzine bei Jugendlichen veröffentlicht (Lancet 2012, online 18. Januar).

In der Studie von Forschern der Universität in Santiago wurden 1631 Jugendliche im Alter von elf bis 17 Jahren ein, zwei, oder dreimal mit 4CMenB geimpft.

Nach zwei oder drei Dosen hatten 99 bis 100 Prozent der Geimpften schützende Antikörpertiter im Vergleich zu 92 bis 97 Prozent nach einer Dosis und 29 bis 50 Prozent mit Placebo.

Sehnsüchtig erwartet

Sechs Monate nach Impfung hatten noch 91 bis 100 Prozent der Probanden nach zwei oder drei Dosen schützende Titer, verglichen mit 73 bis 76 Prozent nach einer Dosis.

Die Forscher sprechen sich für ein Impfschema bei Jugendlichen mit zwei Dosen im Abstand von ein bis sechs Monaten aus.

Der Impfstoff wird in Europa schon sehnsüchtig erwartet. In den vergangenen zehn Jahren hatten Impfprogramme gegen die nahe verwandten Meningokokken C etwa in Großbritannien Hunderte von Todesfällen bei Kindern verhindert.

Auch in Deutschland ist Meningitis C durch Impfungen rückläufig. Mit einem Meningokokken-B-Impfstoff ließen sich noch deutlich mehr Menschleben retten.

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