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Grippezeit

Mikronährstoffe bringen das Immunsystem auf Trab

Im Herbst und Winter ist ein gut funktionierendes Immunsystem besonders wichtig. Gilt es doch zahlreiche Erkältungs- und Grippe-Erreger abzuwehren. Mikronährstoffe sind hier unverzichtbare Helfer.

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KÖLN. Um die Immunabwehr auf Trab zu bringen, ist sie unter anderem auf eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Spurenelementen angewiesen, erinnerte Georg Weyers bei einer von Orthomol unterstützten Veranstaltung in Köln. Im Detail gehe es darum, die Zytokinproduktion zu regulieren, die Phagozytose zu fördern und Makrophagen, T- und B- Zellen zu aktivieren.

Für diese intrazellulären Prozesse seien zum Beispiel verschiedene Vitamine, Zink, Selen, Kupfer und Mangan wichtig, erläuterte der niedergelassene Angiologe und Kardiologe in einer Gemeinschaftspraxis für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Bergisch Gladbach.

Eine Schlüsselfunktion für das Immunsystem hat zum Beispiel Vitamin D. Jenseits seiner Funktionen im Knochenstoffwechsel und bei der Insulinsekretion und -synthese sei es auch bei der Aktivierung von Makrophagen, T- und B-Zellen beteiligt, erinnerte Weyers.

Je geringer der Vitamin-D-Spiegel, desto höher das Risiko für Atemwegsinfekte, habe eine Studie mit rund 19.000 Teilnehmern ergeben. Das Risiko eines Infekts der oberen Atemwege war bei Personen mit einem Vitamin-D-Spiegel von < 10 ng / ml um 36 Prozent höher als bei jenen mit einem Spiegel > 30 ng / ml.

Studie mit 54 Teilnehmern

Inwieweit Patienten von einer Supplementierung von Mikronährstoffen profitieren, belegt unter anderem eine Studie mit 54 Teilnehmern, die in zwei Gruppen eingeteilt wurden. Die Interventions-Gruppe erhielt vier Monate täglich die Mikronährstoff-Kombination Orthomol Immun®, die Kontroll-Gruppe bekam diese ergänzende bilanzierte Diät aus Vitaminen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen nicht.

Dann hat man beide Gruppen verglichen: In der Interventions-Gruppe kam es zu einer hochsignifikanten Reduktion des Krankenstandes um 76 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (6,3 versus 1,5 Tage; p < 0,001). In der Kontroll-Gruppe erhöhte sich die Zahl der Krankheitstage sogar leicht.

Die Blutuntersuchung zeigte in der Interventions-Gruppe zudem eine signifikante Vermehrung von immunaktiven Zellen (Monozyten + 15,3 Prozent, T-Lymphozyten + 5,3 Prozent, T-Helferzellen + 6,9 Prozent, natürliche Killerzellen + 21,6 Prozent).

Anstieg des Antikörpertiters gegen Influenza-Typ A/Beijing

Ein ähnliches Bild zeigte sich auch in einer weiteren Studie, in der Teilnehmer einer Grippeschutzimpfung entweder die Mikronährstoff-Kombination bekamen oder nicht. Hier erreichten, so der Experte aus Bergisch Gladbach, an Tag 57 in der Verum-Gruppe 87 Prozent und in der Kontroll-Gruppe 41 Prozent einen vierfachen oder höheren Anstieg des Antikörpertiters gegen Influenza-Typ A/Beijing.

Auch die Lymphozytenproliferation war in der Verum-Gruppe stärker als in der Kontroll-Gruppe (Median 1365 versus 136 counts per minute (cpm).

Diese Verbesserung der Immunreaktion sei ein sehr bedeutsamer Aspekt, so Weyers Fazit. (otc)

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