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Minimal-invasive Thoraxchirurgie faßt immer mehr Fuß

BERLIN (grue). Etwa 20 Prozent der operativen Eingriffe an der Lunge werden heute minimal-invasiv gemacht. Ein relativ neues Verfahren ist dabei die videoassistierte minimal-invasive Thoraxchirurgie. Das Verfahren hat Professor Robert Loddenkemper aus Berlin beim dortigen Deutschen Ärztekongreß vorgestellt.

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Videoassistierte thorakoskopische Operationen sind zum Beispiel für Patienten mit Pneumothorax, Lungenemphysem oder Metastasen geeignet, wie der Pneumologe von der Lungenklinik Heckeshorn berichtete. Das Verfahren gilt mit einer perioperativen Letalität von unter einem Prozent als sicher, auch Spätkomplikationen wie Rezidivpneumothorax und Brustwandhernie kommen in großen Zentren nur selten vor.

"Mit der minimal-invasiven Chirurgie lassen sich zum Beispiel isolierte Krebsherde in der Lunge sehr schonend entfernen, sofern sie im Randbereich wachsen", sagte Loddenkemper. Um zu verhindern, daß Tumorzellen verschleppt werden, wird das Tumorgewebe zunächst in einen Beutel geschoben und dann über den endoskopischen Zugang herausgezogen.

Professor Dirk Kaiser, ebenfalls von der Lungenklinik Heckeshorn, nannte als eine wichtige Voraussetzung für einen erfolgreichen Eingriff unter anderem die präoperative Untersuchung in der Spiral-CT, etwa zur exakten Lokalisation. Der Abstand zwischen Rundherd und Pleura viszeralis dürfe zudem den Durchmesser des Tumors nicht überschreiten - so die Faustregel. Des weiteren sollten in jedem Lungenflügel höchstens zwei Tumorherde entfernt werden.

Der Umstieg vom endoskopischen Eingriff zur offenen Chirurgie sei bei Bedarf einfach, ergänzte Loddenkemper. Denn wie bei einer konventionellen Op auch wird der Patient bei der minimalinvasiven Op durch einem Doppellumen-Tubus einseitig beatmet. Im Prinzip müsse nur noch der Schnitt verlängert werden, sagte der Pneumologe.

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