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Kuschelhormon Oxytocin

Mit Nasenspray gegen Angststörungen

Das Hormon Oxytocin könnte als Nasenspray verabreicht bei autistischen Störungen, Borderline-Persönlichkeits- oder Angststörungen die Symptome bessern.

Veröffentlicht:
Gute Laune dank Medikament: Nasenspray könnte bei Angststörungen eingesetzt werden dank dem stimmungssteigernden Hormon Oxytocin.

Gute Laune dank Medikament: Nasenspray könnte bei Angststörungen eingesetzt werden dank dem stimmungssteigernden Hormon Oxytocin.

© YakobchukOlena / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell)

BONN. Von neuen Erkenntnissen, denen zufolge das Hormon Oxytocin bei sozialen Störungen und psychischen Erkrankungen therapeutisch eingesetzt werden kann, berichtete Professor René Hurlemann vom Universitätsklinikum Bonn aus Anlass des 61. Deutschen Kongresses für Endokrinologie der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE).

"Das Hormon könnte die Symptome verschiedener psychischer Erkrankungen lindern und so Patienten mit autistischen Störungen, Borderline-Persönlichkeitsstörung oder Angststörung helfen", wird Hurlemann in einer Mitteilung der DGE zitiert.

"Der eigene Körper produziert das Hormon als natürlichen Baustein. Als Nasenspray angewandt, kann es ins Gehirn wandern und dort furchtdämpfend wirken", so Hurlemann. Aktuell untersuchten Forscher auf der ganzen Welt in über hundert Studien, wie Oxytocin bei verschiedenen psychischen Erkrankungen wirkt und welche Dosis angebracht wäre.

Kombination mit einer Psychotherapie sinnvoll

Professor Matthias M. Weber, Mediensprecher der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE), fügte hinzu: "Oxytocin kann vielleicht die Behandlung von Patienten mit psychischen Störungen ergänzen, aber sehr sicher ist, dass das Hormon stets mit einer Psychotherapie kombiniert werden muss."

Seit Jahrzehnten untersuchen Forscher im Tiermodell die Rolle des Oxytocins für Sozialverhalten und Fortpflanzung. Da Oxytocin das Sozialverhalten positiv beeinflusst, wird es sprachlich etwas ungenau als das "Kuschelhormon" bezeichnet, erinnert die DGE.

Studien haben gezeigt, dass Oxytocin sozialen Stress dämpfen, Vertrauen und soziale Kompetenzen steigern und die Reaktion der Amygdala vermindern kann. Letztere ist bekanntermaßen für Emotionen wie Angst und Wut zuständig. (eb)

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Kommentare
Dr. Sandra Korosec Jensen 27.03.201809:45 Uhr

Oxytocin als Orgasmushormon

Oxytocin hat nicht nur Bindungswirkung, sondern auch die Orgasmuswirkung- bei Frauen verursacht dies die Uteruskontraktionen (Orgasmus und Partus) und bei Männer die Kontraktionen u.a. Der Prostata, um Ejakulation zu beschleunigen.
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