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Mit Pneumokokken-Impfung gehen alle Pneumonien zurück

NEU-ISENBURG (eis). Werden Babys gegen Pneumokokken geimpft, dann reduziert das ganz stark ihr Risiko für eine Lungenentzündung. So sind in den USA seit Einführung der Impfung 39 Prozent weniger Kinder unter zwei Jahren wegen Pneumonie in Kliniken eingewiesen worden.

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Seit 2006 wird in Deutschland bei allen Babys zur Pneumokokken-Impfung geraten. Der dadurch erzielte Schutz gegen invasive Pneumokokken-Infektionen wie Meningitis, Pneumonie oder Sepsis ist in Studien gut belegt. Pneumonien werden jedoch durch viele verschiedene Erreger hervorgerufen. Die Effizienz der Vakzine gegen Lungenentzündungen allgemein war daher bisher unbekannt.

Jetzt wurden in den USA die Raten der Klinikeinweisungen wegen Pneumonie bei Kindern bis zwei Jahre vor und nach Einführung der Impfung im Jahr 2000 verglichen, und zwar die Raten aus den Jahren 1997-99 und 2001-04. Für die Analyse wurde eine Stichprobe von etwa 20 Prozent der in den USA stationär behandelten Patienten verwendet. Daten von über 1000 Kliniken aus dem gesamten Land lagen vor. Das berichten Dr. Carlos G. Grijalva von der Vanderbilt Universität in Nashville Tennessee und seine Kollegen (Lancet 369, 2007, 1179).

Ergebnis: Bei den Kindern nahm die Rate der Klinikaufenthalte durch Pneumonie von 1997 bis 2004 um 506 pro 100 000 Kinder ab. Hochgerechnet auf die USA bedeutet dies, dass 2004 etwa 41 000 Klinikaufenthalte vermieden wurden. In Deutschland werden jährlich etwa 16 000 Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre mit Pneumonien in Kliniken behandelt. Etwa 5000 Klinikaufnahmen ließen sich durch die Impfung verhindern, schätzt Professor Stefan Zielen aus Frankfurt am Main.

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