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Mit einem Eimer einfach die SVV bestimmen

Ein Hilfsmittel zur Diagnose von vestibulären Störungen kann sich jeder selbst preiswert herstellen: Ein simpler Eimer tut‘s.

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ALTÖTTING (wst). Die Bestimmung der subjektiven visuellen Vertikalen (SVV) liefert wichtige Informationen zur Diagnose peripherer und zentraler vestibulärer Störungen. Ein einfaches Diagnosegerät kann man sich für wenig Geld selbst herstellen.

Die Idee zu dem Gerät geht auf den schwedischen Neuroophthalmologen Lars Frisén zurück, wie Professor Hubert Kimmig aus Villingen-Schwenningen bei einer von Hennig Arzneimittel und Otometrics unterstützten Schwindelfortbildung der Kreiskliniken Altötting-Burghausen berichtet hat.

 Für die Vorrichtung benötigt man nur einen größeren Eimer, dessen Boden mittig durch einen auf beiden Seiten gut sichtbaren Strich geteilt wird. Auf der Bodenrückseite des Eimers wird dann ein simpler Winkelmesser so fixiert, dass der Strich genau durch die Nullgrad-Position führt.

Jetzt wird ausgehend von der Mitte des Eimerbodens noch ein Lot angebracht, das beim waagrecht gehaltenen Eimer in der objektiven Vertikalen deckungsgleich mit dem Strich ist. Fertig.

Zur Bestimmung der SVV auf diese Weise wird der Patient angehalten, in den waagrecht liegenden Eimer wie in eine Röhre zu schauen. Dann soll er den Eimer so drehen, dass der Bodenstrich senkrecht steht. Pathologische Abweichungen der subjektiven von der objektiven Vertikalen kann der Untersucher gradgenau auf der Bodenrückseite an der Stellung des Lots zum Winkelmesser ablesen.

Neurologen der Uniklinik München um Professor Thomas Brandt haben die "bedside-geeignete 5-Euro-Vorrichtung" an 30 Gesunden und 30 Schwindelpatienten gegen einen computergestützten Drehdom getestet (Neurology 2009; 72: 1689). Das simple Testgerät misst die SVV praktisch ebenso zuverlässig.

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