Ernährungsmedizin

Möhren und Tomaten halten die Haut glatt

BERLIN (gwa). Forscher der Charité in Berlin liefern ihren niedergelassenen Kollegen ein weiteres gutes Argument, um Patienten vom Nutzen einer gesunden Kost mit viel Gemüse zu überzeugen: Eine solche Ernährung fördert nämlich nachweislich eine glatte Haut.

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Daß etwa Rauchen, viel Alkohol oder Streß die Bildung von freien Radikalen im Körper fördern und daß diese freien Radikale Kollagenfasern zerstören, die für Elastizität und Glätte der Haut wichtig sind, ist bekannt.

Deshalb konnte man annehmen, daß eine Ernährung, die reich an antioxidativ wirkenden Stoffen wie β-Karotin und Lycopin ist, auch der Haut zugute kommt. Genau das hat das Team um Professor Jürgen Lademann von der Charité nachgewiesen.

Zunächst prüften die Kollegen, wie sich die Ernährung auf den Gehalt von β-Karotin (reichlich in Karotten) und Lycopin (reichlich in roten Tomaten) in der Haut auswirkt (Hautarzt 57, 2006, 286).

Dazu benutzten sie einen Argonlaser, der bei 488 und 514,5 nm emittiert - das ist das Absorptionsspektrum der beiden Karotinoide. Mit dieser Raman-Spektroskopie stellten die Forscher fest, daß die Konzentration der beiden Vitamine in der Haut von einer Karotinoid-reichen Ernährung abhängt.

Außerdem fiel bei der Raman-Spektroskopie bei 450 Probanden auf, daß Menschen mit hoher Karotinoid-Konzentration in der Haut für ihr Alter jünger aussehen. Objektiviert wurde das bei 20 Probanden zwischen 40 und 50 Jahren mit einer 3D-Oberflächenmessung: Bei hohen Konzentrationen an Vitaminen wurden bei den Probanden signifikant weniger Falten gefunden als bei geringen Konzentrationen.

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