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Cervix uteri

Molekularer Fingerabdruck überführt erneute Krebsvorstufen

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JENA. In einer klinischen Beobachtungsstudie untersuchen Wissenschaftler des Universitätsklinikums Jena derzeit eine neue Methode zur Nachsorge nach der operativen Entfernung von Krebsvorstufen am Gebärmutterhals.

Dabei nutzen sie charakteristische DNA-Stellen, die bei der Verschmelzung des krebsauslösenden humanen Papillomvirus mit dem menschlichen Erbgut entstehen, als individualisierten Biomarker für den Nachweis wiederauftretender Krebsvorstufen.

In die multizentrische Studie sollen ab Mai insgesamt 670 Patientinnen eingeschlossen werden, denen Krebsvorstufen am Gebärmutterhals entfernt werden mussten.

"Bei der Entstehung von Krebsvorstufen kommt es häufig zur Verschmelzung zwischen dem Virus-Genom und dem menschlichen Erbgut.

Diese Virus-Integrationsstellen sind für jeden Infektionsfall einzigartig", wird Professor Matthias Dürst von der Universitätsfrauenklinik Jena in einer Mitteilung der Universität zitiert. "Diese charakteristischen Spuren wollen wir wie einen Fingerabdruck nutzen und als molekularen Marker verwenden."

Im Verlauf von zwei Jahren werden dann die Befunde des normalen Nachsorgeprogramms, das die Patientinnen durchlaufen, verglichen mit dem Test auf diesen individuellen Biomarker.

Ergibt dieser eine Übereinstimmung zwischen der entfernten Krebsvorstufe und dem Nachsorgeabstrich, so handelt es sich um ein erneutes Auftreten der Erkrankung.

Der Nachweis von HPV-DNA ohne passendes Integrationsmuster bedeutet eine Neuinfektion, die zunächst keine weitere operative Abklärung erfordern würde.

"Auf diese Weise wollen wir künftig zahlreichen Frauen unnötige Aufregung und Operationen ersparen", so Professor Ingo Runnebaum, Direktor der Universitätsfrauenklinik Jena in der Mitteilung. (eb)

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