Dengue

Mückenschutz in Skri Lanka ganzjährig ratsam

Ein Infektionsrisiko für Dengue-Fieber besteht in Sri Lanka ganzjährig. Es gilt daher sich vor den tagaktiven Überträger-Mücken zu schützen.

Veröffentlicht:

DÜSSELDORF. In Sri Lanka wurden landesweit seit Anfang des Jahres rund 45.700 Fälle von Dengue- Infektionen gemeldet, mindestens 45 Menschen sind gestorben. Das CRM Centrum für Reisemedizin rät daher Reisenden dazu, sich landesweit vor den überwiegend tagaktiven Stechmücken, die Dengue übertragen, mit mückenabweisenden Substanzen und entsprechender Kleidung zu schützen.

Zum Auftragen auf freie Hautstellen eignen sich Mückenschutzmittel mit dem Wirkstoff DEET (Diethyltoluamid) in einer Konzentration von mindestens 30 Prozent. Diese bieten mindestens drei Stunden lang Schutz gegen die meisten stechenden Insekten.

„Auch wenn wir uns in Sri Lanka derzeit außerhalb der Hauptübertragungszeit für Dengue-Infektionen in den Monaten Juli und August – also in den Monaten während und nach der Regenzeit – befinden und die Fallzahlen im Vergleich zum Vorjahr wieder zurückgegangen sind, raten wir Reisenden zum Mückenschutz“, wird Professor Tomas Jelinek, Wissenschaftlicher Leiter der CRM in einer Mitteilung zitiert. „Denn ein Infektionsrisiko besteht in Sri Lanka wie in ganz Süd- und Südostasien ganzjährig.“

Im Jahr 2017 waren landesweit 185.195 Erkrankungen gemeldet worden, das waren mehr als dreimal so viele wie im Jahr 2016. Mindestens 395 Menschen waren verstorben. Die Behörden hatten seitdem verstärkt Maßnahmen zur Mückenbekämpfung eingeleitet. „Die meisten Erkrankungen werden aktuell durch den Serotyp DENV 2 verursacht. Dieser wurde in den letzten Jahren nur vereinzelt nachgewiesen“, erläutert Jelinek.

Die Übertragung des Dengue-Virus erfolgt durch die tagaktive asiatische Tigermücke. Etwa zwei bis zehn Tage nach einem Mückenstich kommt es zu grippeähnlichen Symptomen: Hohes Fieber, starke Kopf- und Gliederschmerzen sowie Druckschmerzen hinter dem Auge. Oft kommt es zusätzlich zu einer flüchtigen Hautrötung. Obwohl Fieber und Schmerzen nach etwa einer Woche abklingen, leiden die Patienten meistens noch mehrere Wochen unter allgemeiner Abgeschlagenheit.

„Die erstmalige Erkrankung an Dengue verläuft in aller Regel gutartig“, erläutert Jelinek. „Das Tückische an der Krankheit ist jedoch, dass bei einer zweiten oder dritten Infektion die Patienten sehr schwer erkranken können.“ Oftmals treten dann innere Blutungen und Schocksymptome auf, obwohl die erste Erkrankung Jahre zurückliegt. Reisende seien davon jedoch sehr selten betroffen, betont er. Da Tigermücken tagaktiv sind, sollten sich Reisende vor allem tagsüber und in der Dämmerung vor Mückenstichen schützen.

Als Mückenschutz ist es sinnvoll, helle und möglichst geschlossene Kleidung zu tragen. Da Moskitos durch dünne Materialien hindurchstechen können, sollten Reisende feines Gewebe zusätzlich mit einem Insektenschutz imprägnieren. (eb)

Schlagworte:
Mehr zum Thema

Influenza-Saison 2026/27

Bestellung von Grippe-Impfstoffen: jetzt!

ARE in Deutschland

Ende der Grippewelle kündigt sich an

Das könnte Sie auch interessieren
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Für Menschen ab 60 Jahren sind die Impfungen gegen Influenza, Corona, Pneumokokken und Herpes zoster (beide nicht im Bild) Standard-Impfungen. Für Menschen ab 75 Jahren kommt die RSV-Impfung hinzu.

© angellodeco / stock.adobe.com

Respiratorisches Synzytial Virus

STIKO: Alle Menschen ab 75 gegen RSV impfen!

Blickdiagnose: klinisches Bild mit typischen Effloreszenzen bei Herpes zoster.

© Mumemories / Getty Images / iStock

Zoster-Impfung

Schutz vor Herpes zoster und Rezidiven

* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Pharmakokinetik von Rezafungin bei einer Dosierung von 400mg, gefolgt von 200mg einmal wöchentlich

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [10]

Invasive Candida-Infektionen

Modernes Echinocandin – optimierte Eigenschaften und klinische Vorteile

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Mundipharma Deutschland GmbH & Co. KG, Frankfurt/Main

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Podiumsdiskussion von Gilead Sciences beim DÖAK 2025 von links: Dr. Nazifa Qurishi, Fachärztin für Innere Medizin und Infektiologie, Gemeinschaftspraxis Gotenring Köln; Kelly Cavalcanti, HIV-Aktivistin und Referentin für Gesundheit und Empowerment, Köln, und Martin Flörkemeier, Senior Director Public Affairs, Gilead Sciences, München

© Gilead

Unternehmen im Fokus

HIV-Versorgung: Vertrauen in unruhigen Zeiten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Vergleich der Kreise

Wo sich besonders wenige Senioren gegen Pneumokokken impfen lassen

„Sprechende Medizin“ beim Bayerischen Rundfunk

Hausarzt Schelling klärt im Radio über wichtige Gesundheitsthemen auf

Cochrane Review zu Ginkgo biloba

Ginkgo biloba: Kein Nutzen bei MCI, geringe Effekte auf Demenz

Lesetipps
Menschen im Park machen Qigong-Übungen

© zinkevych / Stock.adobe.com

Nutzen durch randomisierte Studie belegt

Qigong-Übungen senken erhöhten Blutdruck

Tablette, auf der GLP-1 steht

© THIBNH / Generated with AI / Stock.adobe.com

Neuer GLP-1-Rezeptoragonist

Orforglipron: Bekommt Semaglutid jetzt Konkurrenz?