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Mit Krafttraining können alte Menschen dem Muskelschwund vorbeugen. © Andy Dean © www.fotolia.de

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Muskelschwäche im Alter muss nicht sein

Altersrisiko Sarkopenie: Die Muskelschwäche ist kein unvermeidbares Schicksal, denn Sport und gesunde Ernährung stoppen den Verlust der Muskelmasse und erhalten Muskelkraft und Beweglichkeit.

WIESBADEN (eb). Wer altert, wird daran beim Blick in den Spiegel erinnert oder durch das Knirschen der Gelenke. Unbemerkt bleibt oft, dass auch die Muskelmasse im Alter abnimmt - mit gefährlichen Folgen für die Gesundheit. Auch gesunde Menschen verlieren im Alter an Muskelmasse. Bis zum 80. Lebensjahr gingen etwa 30 Prozent davon verloren, sagt Professor Jürgen Schölmerich aus Regensburg, Präsident des kommenden Internistenkongresses.

"Wir spüren dies nicht, da sich die meisten Tätigkeiten im Alltag heute mit geringer Muskelmasse bewältigen lassen. Die Diagnose Sarkopenie wird oft erst gestellt, wenn es zu einem schweren Sturz gekommen ist.”

Tatsächlich ist die Muskelschwäche die häufigste Ursache für Stürze im Alter. Auch an den Sturzrisiken Nummer zwei und drei, den Störungen von Gang und Gleichgewicht, ist häufig eine Muskelschwäche beteiligt. Stürze führen zu Frakturen, Folge sind lange Klinikaufenthalte, mögliche Komplikationen Thrombosen oder Pneumonien. "Die Sarkopenie gehört eindeutig zu den unterschätzten Gesundheitsrisiken im Alter", so Schölmerich vorab zum Kongress.

Bei übergewichtigen Menschen ist die Sarkopenie oft schwer zu erkennen. Ein Zeichen kann ein Wadenumfang von weniger als 31 Zentimeter sein. Einschränkungen der Beweglichkeit lassen sich mit dem Test "Timed Up & Go” prüfen: Gemessen wird die Zeit, die ein Patient benötigt, um von einem Stuhl mit Lehne aufzustehen, drei Meter vor- und zurück zu gehen und sich wieder zu setzen.

Bei einem Zeitaufwand von 14 Sekunden oder mehr sei die Gangsicherheit eingeschränkt, ab 20 Sekunden sei die Mobilität eingeschränkt, so Schölmerich, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM). Dabei sei eine Sarkopenie kein unvermeidbares Schicksal.

"Muskelkraft und Beweglichkeit lassen sich auch im Alter durch Sport steigern”, erläutert Professor Reto W. Kressig von der Universität Basel. Er rät allen älteren Menschen, sich fünf Mal in der Woche eine halbe Stunde körperlich zu betätigen. Höchstleistungen sind nicht erforderlich: Bereits normale Haus- und Gartenarbeit, häufiges Treppensteigen, Nordic Walking oder ein ausgedehnter Spaziergang stärkten die Muskeln, teilt die DGIM mit. Aber auch Gymnastik oder ein Krafttraining könnten Senioren machen.

Wichtig für erfolgreiches Altern ist auch eine gesunde Ernährung. "Muskeln benötigen genügend Eiweiß, wenn durch das Training neue Muskelmasse aufgebaut werden soll”, so Kressig. Zudem belegen Studiendaten, dass ausreichende Vitamin- D-Zufuhr die Sturzrate von älteren Erwachsenen um bis zu 50 Prozent senkt. Die meisten Senioren hätten einen Vitamin-D-Mangel, so Kressig.

DGIM-Kongress: www.dgim2010.de

Veranstaltungstipp

Beim Kongress referiert Professor Reto W. Kressig von der Uni Basel über "Dimensionen des Alterns - von der Hormonsubstitution bis zur Demenz".

Mittagsvorlesung Sonntag, 11. April, Halle 1, 12.00 Uhr bis 12.30 Uhr, Vorsitz: Professor Jürgen Schölmerich, Universität Regensburg

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Kommentare
Dr. MD Werner Meyer 26.04.201917:29 Uhr

Muskelkraft im Alter

Ich habe zu dem Theme eine Menge gelesen auf https://www.senioreninfo24.ch/bewegung/muskelschwund-im-alter/

Letztlich muss man sich einfach bemühen aktiv zu bleiben. Das hat bei mir echt geholfen. Kann ich jedem Empfehlen.

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