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Nach Transplantation eines Organs ist das Hautkrebsrisiko hoch

BERLIN (gvg). Alle vier bis sechs Monate sollten Menschen nach einer Organtransplantation zum Check beim Hautarzt. Angezeigt ist das, weil das Hautkrebsrisiko durch die Immunsuppression erhöht ist.

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Bei diesen Patienten liefen karzinogene Prozesse in der Haut im Zeitraffer ab, sagte Professor Eggert Stockfleth von der Charité Berlin. Während normalerweise die Inzidenz von Krebsvorstufen wie aktinischen Keratosen durch die lebenslang akkumulierten UV-Schäden erst im höheren Alter steigt, geschieht das bei immunsupprimierten Patienten viel früher.

Nach einer Transplantation sollten sich die Patienten deswegen konsequent alle vier bis sechs Monate einem Hautkrebs-Screening unterziehen, so Stockfleth. Die schon vor einigen Jahren maßgeblich in Deutschland erarbeitete engmaschige Überwachung werde mittlerweile in vielen Ländern kopiert, sagte der Experte.

Alle vier bis sechs Monate ist Screening nötig.

Sonnenschutz ist der zweite Pfeiler der Hautkrebsprävention bei Menschen nach Organtransplantation. Problematisch waren bisher die fettigen Grundlagen der meisten im Handel erhältlichen Sonnencremes. Sie vermehren die Hautprobleme bei diesen Patienten, die als Folge der Immunsuppression ohnehin zu fettiger Haut und akneartigen Läsionen neigen.

Mittlerweile gebe es medizinische, liposomale Sonnenschutzcremes, die mit deutlich weniger Fettgrundlage auskämen, berichtete Stockfleth. Diese Produkte seien speziell für immunsupprimierte Patienten geeignet. Unabhängig davon sollten sie die Mittagssonne meiden und im Sommer lange Kleidung tragen.

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