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Nachtdienst: Stress für Herz und Gefäße

INNSBRUCK (ob). Krankenhausärzte, die nach einem normalen Arbeitstag noch einen nächtlichen Bereitschaftsdienst absolvieren, muten sich damit eine Verschlechterung ihres kardiovaskulären Risikoprofils zu.

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Bereitschaftsdienste sind keine Schlafdienste - trotz nächtlicher Schlafphasen befindet sich der Körper wie bei durchgehender Nachtarbeit im Zustand anhaltender Alarmbereitschaft. Diesen Schluss ziehen Mediziner der Universität Innsbruck aus Ergebnissen einer randomisierten Studie, die im "European Heart Journal" publiziert wurde (EHJ 30, 2009, 2606).

Das Forscherteam hat 30 körperlich fitte Kollegen (Durchschnittsalter: 34 Jahre) in die Studie aufgenommen und bei ihnen während zweier 24-stündiger Beobachtungsperioden diverse Körperfunktionen (Herztätigkeit im EKG, Blutdruck) sowie Laborparameter (etwa Stresshormone, Entzündungsparameter) gemessen. In einer Periode absolvierten die Ärzte nur den normalen Tagesdienst, in der anderen Periode Tagesdienst plus angeschlossenen Nachtdienst. In der Zeit der Rufbereitschaft wurden sie drei bis fünf Mal pro Nacht geweckt.

Während des vollen 24-Stunden-Dienstes registrierten die Untersucher ungünstige Veränderungen im Vergleich zum normalen Arbeitstag. So war im EKG eine Zunahme von nächtlichen ventrikulären Rhythmusanomalien zu verzeichnen. Die Blutdruckwerte blieben kontinuierlich erhöht - auch während der Ruhephasen in der Nacht, in der es normalerweise zu einem Abfall kommt. Entzündungsmarker wie TNF-alfa zeigten sich deutlich erhöht, ebenso die Konzentration des Stresshormons Noradrenalin im Urin.

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